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Der 11.9.2001, fingierte Ereignisse und die Einschränkung der US-Bürgerrechte

Posted by lupo cattivo - 09/02/2010

Eine Rede, gehalten auf der New England-Antikriegskonferenz am 30. Januar 2010 im Massachusetts Institute of Technology / MIT Von Prof. Peter Dale Scott GLOBAL RESEARCH, 01.02.10

Hallo Leute!
Ich fühle mich geehrt, dass ich zu dieser wichtigen Antikriegskonferenz eingeladen wurde. Weil ich gerade dabei bin, mein nächstes Buch “The Road to Afghanistan” (Der Weg nach Afghanistan) zu veröffentlichen, habe ich alle anderen Einladungen, eine Rede zu halten, abgelehnt. Aber diese Einladung war mir so wichtig, dass ich sie gern angenommen habe, um mit meinen Freunden und anderen Menschen dem “Krieg gegen den Terror”, dieser verlogenen Rechtfertigung für den Krieg in Afghanistan und Pakistan, entgegentreten zu können.

  • Lassen Sie mich zu Beginn meine eigene Position verdeutlichen. Es gibt tatsächlich Leute im Ausland, einschließlich einiger muslimischer Extremisten, die Amerika mit Terror bedrohen. Aber es ist kristallklar – und viele Menschen innerhalb und außerhalb der Regierung wissen das auch – dass dieses Problem nicht beseitigt, sondern verschlimmert wird, wenn Washington immer mehr US-Truppen in immer mehr Länder schickt, wo sie nicht hingehören. [1]

Der Krieg gegen den Terror ist ein ebenso ungeeignetes Heilmittel wie der US-Krieg gegen Drogen, der, wie wir in Kolumbien gesehen haben, das Drogenproblem vergrößert und nicht verringert. Der Krieg gegen den Terror und der Krieg gegen Drogen haben eine Gemeinsamkeit: Mit beiden wird versucht, die unnötige Tötung Tausender Menschen –amerikanischer Soldaten und ausländischer Zivilisten – in unnötigen Kriegen ideologisch zu rechtfertigen.

  • Warum fällt Amerika immer wieder über Länder in weit entfernten ölreichen Regionen her, die uns nichts getan haben? Das ist eine wichtige Frage, auf die wir eine klare Antwort für das amerikanische Volk suchen sollten. Unglücklicherweise ist das eine Frage, die auch zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten und zur Spaltung der Antikriegsbewegung geführt hat; sie hat auch schon Menschen und sogar Freunde in der Bewegung gegen den Vietnam-Krieg in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts auseinander gebracht.Vielleicht erinnern sich noch einige der in diesem Raum Versammelten daran, dass es damals auch Unstimmigkeiten zwischen Noam Chomsky und mir in der Analyse der Ursachen des Vietnam-Krieges gab. Das hielt Noam und mich aber nicht davon ab, uns auf der gleichen Kundgebung gegen den Krieg auszusprechen und trotz öffentlich ausgetragener Meinungsverschiedenheiten Freunde zu bleiben. Wir stimmten nämlich auch in vielem überein.

Lassen Sie mich aber jetzt zum heutigem Thema, dem Krieg gegen den Terror, zurückkehren – mit einem längeren Zitat von Noam Chomsky aus dem Jahr 2002, dem ich voll zustimme:

  • Der Krieg gegen den Terrorismus wurde nicht erst am 11. September [2001] erklärt; eher wurde er erneut erklärt, mit der gleichen Rhetorik, die schon bei der erste Kriegserklärung zwanzig Jahre vorher verwendet worden war. Die Reagan-Administration nahm ihre Amtsgeschäfte – wie Sie sicher wissen – mit der Ankündigung auf, dass ein Krieg gegen den Terrorismus der Kern der US-Außenpolitik sein werde, und schon der damalige Präsident verurteilte “die schlimme Geißel des Terrorismus.” …

Der internationale Terrorismus wurde als eine Seuche beschrieben, mit der “verkommene Gegner der Zivilisation an sich” versuchen würden “in unserem modernen Zeitalter eine Rückkehr in die Barbarei” durchzusetzen. [2]

Heute ist es leicht, die in den 80er Jahren hinter der Rhetorik der Regierung verborgenen Lügen zu erkennen, mit denen “heroische Freiheitskämpfer” gefeiert wurden, die gegen die “schlimme Geißel des Terrorismus” kämpfen würden. Der größte Teil der CIA-Gelder ging damals an den Terroristen und Drogenhändler Gulbuddin Hekmatyar, der vor allem dadurch bekannt wurde, dass er Frauen, die keine Burka trugen, Säure ins Gesicht schütten ließ. Hekmatyar setzte sich nicht für das Freiheitsstreben der Afghanen ein, er vertrat die Interessen des US-Verbündeten Pakistan. Ein Stammesführer, dem es tatsächlich um Afghanistan ging, sagte 1994:

  • Wir haben ihn nicht ausgesucht. Die USA haben Hekmatyar groß gemacht, als sie ihm Waffen gaben.” [3]

Hekmatyars Männer als Freiheitskämpfer zu bezeichnen, war ein Betrug. Chomsky hatte kein Problem damit, den Tonkin-Zwischenfall, den die Vereinigten Staaten erfanden um Nord-Vietnam überfallen zu können, und die entsprechende Kongress-Resolution, die bereits einige Monate im Voraus entworfen worden war, als Schwindel zu bezeichnen. [4]

Aber er interessiert sich nicht für die nahe liegende Analogie zwischen dem Tonkin-Zwischenfall von 1964 und den Ereignissen am 11. September 2001, auf die fast sofort die Verabschiedung des Patriot Act folgte, der ebenfalls bereits lange vorher in der Schublade lag. Chomsky behauptet, die Bewegung zur Aufklärung der Ereignisse am 11.9. habe “enorme Energiereserven und viele Aktivitäten von anderen Bewegungen abgezogen”. [5]

Dabei hat die starke Analogie zwischen dem Tonkin-Betrug und dem Betrug am 11.9. nicht nur mich, sondern auch viele andere Menschen mobilisiert.

Es ist heute unbestritten, dass die Enthüllung des Betrugs mit dem Tonkin-Zwischenfall, den (der damalige Verteidigungsminister) McNamara zu verantworten hat, im Fulbright Hearing von 1968 ein wichtiger Faktor bei der sich langsam vollziehenden Meinungsänderung des Kongresses über den Vietnam-Krieg war. Es ist meine große Hoffnung, dass die Aufklärung der Betrügereien Cheneys am 11.9. und besonders die Enthüllung seiner Aktivitäten an diesem Tag, in absehbarer Zeit auch dazu führen wird, dass der Kongress die Finanzierung des Afghanistan-Krieges stoppt.

Ich weiß nicht, was am 11.9. wirklich passiert ist. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass am 11.9. eine verdeckte Operation stattgefunden hat; die (offizielle) Kommission zur Aufklärung des 11.9. hat ja selbst bestätigt, dass auf höchster Regierungsebene gelogen wurde – über das, was an diesem Tag geschehen ist und was nicht geschehen ist. Schon sehr bald war mir klar, dass die Vorkommnisse am 11.9. zu den “Deep Events” (den fingierten Ereignissen) gehört, die ich in meinen neuen Buch so definiere:

  • Ereignisse, die systematisch ignoriert, vertuscht oder verfälscht werden – nicht nur in den Mainstream-Medien und im öffentlichen Bewusstsein, sondern sogar in internen Dokumenten der Regierung, des Militärs und der Geheimdienste. Sie werden meist von im Verborgenen operierenden Kräften inszeniert, die entweder mit dem Rauschgifthandel oder mit Geheimdiensten in Verbindung stehen und deren Aktivitäten deshalb äußerst schwierig zu erkennen oder zu dokumentieren sind. [6]

Für Noam sind diese Fälschungen und Lügen nicht besonders wichtig:  Er richtet sein Augenmerk stärker auf die fortgesetzte imperialistische Expansion der Vereinigten Staaten in andere Teile der Welt und hofft, anständige Amerikaner davon überzeugen zu können, dass diese Expansion aufhören muss.

Für mich hingegen sind fingierte Ereignisse von entscheidender Wichtigkeit, teilweise auch deshalb, weil ihre Täuschungen uns die Chance geben, den Betrug mit der Wahrheit zu entlarven. Jeder von uns kann bestätigen, dass mit Chomskys Methode allein die USA nicht daran gehindert werden konnten, immer wieder neue Kriege anzufangen. Deshalb möchte ich Sie heute darum bitten, beide Methoden in der Antikriegsbewegung einfließen zu lassen.

Ich beschäftige mich seit zwei Jahrzehnten mit fingierten Ereignissen, seit ich ein Buch über den Kennedy-Mord mit dem Titel “Deep Politics” (Fingierte Politik) geschrieben habe.

Seit dem 11.9. bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass wir

  • wenn wir fingierte Ereignisse als Ganzes studieren, die ihnen zu Grunde liegende Aspekte klarer erkennen können, [7]
  • wenn wir sie analysieren, feststellen, dass fingierte Ereignisse insgesamt zur weitere Erosion und Korrumpierung der amerikanischen Politik beigetragen haben, die deshalb heute im schlimmsten Zustand seit der McCarthy-Ära in den 50er Jahren ist.

Auch wenn Sie immer noch glauben, dass Lee Harvey Oswald den Präsidenten (Kennedy) ganz allein erschossen hat, müssen Sie zugeben, dass die Warren Commission en Mord (den sie aufklären sollte) benutzte, um die CIA-Kontrolle über die Amerikaner auszuweiten. Wie ich in “Deep Politics” ausgeführt habe, war dies das Ergebnis der umstrittenen Empfehlungen der Warren Commission, dass die innerstaatliche Kontrolle durch den Secret Service auszuweiten sei [WR 25-26]. Unlogisch war dabei, dass Oswald allein geschossen haben sollte [WR 22], gleichzeitig aber gefordert wurde, der Secret Service, das FBI und die CIA sollten die Überwachung organisierter Gruppen [WR 463] besser koordinieren.

Insbesondere wurde empfohlen, der Secret Service solle eine computerisierte Datenbank anlegen, die mit der bereits bei der CIA existierenden kompatibel sein müsse.

Dieses Handlungsmuster hat sich vier Jahre später bei der Ermordung Robert Kennedys wiederholt.

  • Wie viele unter Ihnen erinnern sich noch daran, dass in den 24 Stunden zwischen den Schüssen auf Bobby und seinem Tod der Kongress eilig ein wieder lange vorher vorbereitetes Statut verabschiedet hat, mit dem die geheimen Befugnisse des Secret Service nochmals erweitert wurden? [9]

Sie müssen nicht meinen, dass das eine geringfügige oder positive Änderung war: Aus dieser wenig beachteten Maßnahme, die noch unter Johnson verabschiedet wurde, entsprangen einige der übelsten Exzesse während der Präsidentschaft Nixons.

Auf dem von Gewalt geprägten chaotischen Wahlparteitag der Demokraten, der 1968 in Chicago stattfand, waren auch zum Secret Service abgestellte Agenten des Army-Geheimdienstes anwesend und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb des Sitzungssaals. Einige von ihnen mischten auch bei den Schlägern der “Legion der Gerechtigkeit mit, die deren Rote Schwadron Chicago auf örtliche Antikriegsgruppen hetzte”. [10]

Die Anwesenheit von Agenten des Army-Geheimdienstes auf dem Parteitag wurde erst durch das Statut autorisiert, das der Kongress verabschiedete, während Bobby Kennedy starb. [11]

Das bringt uns zum 11.9. zurück. An diesem Tag, noch bevor das letzte Flugzeug in Pennsylvania abstürzte, hat das Weiße Haus die Anwendung der so genannten “COG Plans”  autorisiert. Es steht außer Zweifel, dass COG damals in Gang gesetzt wurde; der “9/11 Report” bestätigt das zweimal, auf Seite 38 und 326. [12]

Und ich habe kaum Zweifel, dass die “COG Plans”, die auch heute unter dem Präsidenten Obama noch gelten, die Rechtfertigung für die Anwesenheit von Überwachungsagenten sind, die sich auch unter Ihnen in diesem Raum befinden, während ich hier spreche. Ich habe geschrieben, dass diese Pläne wahrscheinlich auch die Quelle für den Patriot Act, (das bald nach dem 11.9. verabschiedete Gesetzespaket zur Einschränkung der US-Bürgerrechte) und das Projekt “Endgame” (Endspiel) des Department of Homeland Security (des US-Heimatschutzministeriums) sind;  “Endgame” ist ein auf zehn Jahre angelegter Plan, der die Einrichtung ausgedehnter Internierungslager vorsieht, für die allein im Haushaltsjahr 2007 schon 400 Millionen Dollar ausgegeben wurden [13]

Die schlimmsten Auswüchse des Bush-Jahrzehnts entstammen offensichtlich alle den “COG Plans” – die Überwachung ohne richterliche Anordnung, die Inhaftierung ohne richterliche Anordnung, die dadurch möglich wurde, dass der Habeas Corpus Act unserer Verfassung (der eine Inhaftierung ohne richterliche Anordnung verbietet) und auf die Magna Charta von 1215 zurückgeht, außer Kraft gesetzt wurde.

Ich kann Sie nicht sehen (Wurde die Rede per Videoschaltung übertragen?), aber ich möchte alle bitten, die Hand zu heben, die noch nichts über die “COG Plans” erfahren haben.
Wer noch nichts darüber weiß, sollte, wenn er wieder zu Hause ist, Cheney und COG googeln
[2.5 Millionen Hits] und vielleicht auch noch Peter Dale Scott [9.470 Hits].

Sie werden herausfinden, dass “COG” offiziell für die Planung der “Continuity of Government” (der Kontinuität der Regierungsfähigkeit) steht. Ich interpretiere das lieber als Planung eines “Change of Government” (eines Wechsels der Regierungsform), seit Alphonso Chardy vor 22 Jahren im MIAMI HERALD diese Pläne als “Aussetzung der Verfassung, Einsetzung einer Militärregierung und Anwendung des Kriegsrechts” zusammengefasst hat. [14]

Über die COG-Pläne ist vieles bekannt geworden, aber noch mehr ist verborgen geblieben.
Wir wissen, dass die streng geheimen Planungen 1981 unter Reagan von Oliver North begonnen und unter Clinton und George W. Bush fortgesetzt wurden. Zwei der Chefplaner waren Cheney und Rumsfeld, die beiden Männer, die am 11.9. die COG-Pläne in Kraft setzten, obwohl die beiden Republikaner während der Präsidentschaft Clintons führende Positionen in Großkonzernen innehatten und nicht der Regierung angehörten.[15]

Dass die COG-Pläne noch in Kraft waren, erfuhren wir 2007, als Präsident Bush die National Security Presidential Directive 51 / NSPD 51 (die Präsidentendirektive 51 zur nationalen Sicherheit) erließ, die den am 14. September erklärten Notstand um ein weiteres Jahr verlängerte und den Präsidenten ermächtigte, die “Continuity of Government” im Falle jedes “katastrophalen Notstands” als Einzelperson zu sichern. Er gab damals bekannt, dass die NSPD 51 “geheime Anhänge zur Sicherung der Kontinuität” enthält, die “vor unberechtigter Veröffentlichung geschützt” seien.

  • Unter dem Druck einiger seiner Unterstützer, die im 9/11 Truth Movement mitarbeiten, forderte der Kongressabgeordnete DeFazio, der dem Heimatschutz-Ausschuss angehört, zweimal Einsicht in diese Anhänge, das zweite Mal in einem Brief, den der Vorsitzende dieses Ausschusses unterzeichnet hatte.

Sein Antrag wurde abgewiesen; was das bedeutet, habe ich in COUNTER PUNCH so beschrieben: die Systeme der Gewaltenteilung, die mit der Verfassung der USA geschaffen wurden, wären außer Kraft gesetzt … als übergeordnete Autorität haben die Pläne zur “Continuity of Government” die Verfassung bereits aufgehoben. [16]

Eine der nach der Watergate-Affäre eingeführten, von dem Vizepräsidenten Cheney so verabscheuten Reformen war der National Emergencies Act (das Nationale Notstandsgesetz). Er fordert insbesondere, dass “nicht später als sechs Monate nach Erklärung des Nationalen Notstands beide Häuser des Kongresses zusammentreten sollen, um gemeinsam in einer Resolution festzustellen, ob der Notstand beendet werden kann”. [17]

  • Der ehemalige Kongressabgeordnete Dan Hamburg und ich haben im letzten Jahr gemeinsam und öffentlich an Obama appelliert, den Notstand zu beenden, und den Kongress aufgefordert, die Hearings durchzuführen, zu denen er laut Statut verpflichtet ist. [18]

Aber Obama hat ohne Diskussion den nach dem 11.9. verkündeten Notstand am 10. September 2009 erneut verlängert [19], und der Kongress ignoriert auch weiterhin seine statuarisch festgelegten Verpflichtungen. Ein Kongressabgeordneter erklärte gegenüber einem seiner Unterstützer, dass die Bestimmungen des Nationalen Notstandsgesetzes durch die COG-Vorschriften aufgehoben seien. Wenn das wahr wäre, träfe Chardys Feststellung zu, dass durch COG wirklich die Verfassung außer Kraft gesetzt wird.

Zum Schluss möchte ich mich an diejenigen unter Ihnen wenden, die denken könnten, ich sei einer von den Verschwörungstheoretikern, die, wie G. William Domhoff einmal kritisiert hat, den naiven Glauben haben, “dass wir nur einige schlechte Menschen loswerden müssen, damit auf der Welt alles gut wird”. [20]

Meine eigene Position dazu habe ich schon vor zwei Jahrzehnten in einer Erwiderung auf Domhoff artikuliert:

Ich habe immer geglaubt und dafür gestritten, dass eine wirkliche Aufklärung des Kennedy-Mordes nicht nur “einige schlechte Menschen” enttarnen, sondern die institutionellen verdeckten politischen Arrangements aufdecken wird, die Aufschluss über die Art geben, wie wir wirklich regiert werden. [21]

Michael Parenti hat sich meiner Auffassung angeschlossen und hinzugefügt:

In der Summe sind konspirative Komplotte von Organen der Staatssicherheit (die ich als Deep Events /fingierte Ereignisse bezeichne)Bestandteil unserer politischen Struktur und nicht nur Abweichungen davon.” [22]

Im Gefolge des 11.9. und den damit in Gang gesetzten COG-Plänen haben wir jetzt auch das Militärkommando NORTHCOM in den USA, das eine beispiellose Kontrolle sowohl über ausländische Staatsangehörigen (in den USA) als auch über die US-Bürger selbst ausüben kann, und außerdem gibt es Pläne, die vorsehen, dass Menschen, zu denen auch Sie und ich gehören, massenhaft eingesperrt werden, wenn unsere Proteste für die Kriegsmaschinerie bedrohlich werden könnten.

Ich fordere Sie alle auf, darüber nachzudenken, wie man diese Kräfte aushebeln könnte, die unsere Gesellschaft gefährden. Das Starten einer Antikriegsbewegung ist die Zeit, in der es am schwersten ist, zu hoffen, dass sie erfolgreich sein wird. Und wenn das, was ich gesagt habe, zutrifft, wird es jetzt viel schwerer sein, dem amerikanischen Volk unsere (Friedens-)Botschaft zu vermitteln, als es in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war.
Deshalb sind einige aufmunternde Worte besonders wichtig, die von Howard Zinn stammen, der letzten Mittwoch gestorben ist:
Wer auch in schlimmen Zeiten die Hoffnung nicht aufgibt, ist kein romantischer Narr.Er kann sich darauf berufen, dass die menschliche Geschichte nicht nur eine Geschichte der Grausamkeit ist, sondern auch die Geschichte der Leidenschaft, des Opfers, des Mutes und der Güte. Die Entscheidung, die wir in dieser komplizierten Situation treffen, wird unser künftiges Leben bestimmen. … Die Zukunft ist eine unendliche Folge von gegenwärtigen Zuständen, und wenn wir trotz der schlimmen Zustände, die jetzt herrschen, schon so zu leben beginnen, wie Menschen unserer Meinung nach leben sollten, ist das schon ein wunderbarer Sieg. [23]
Anmerkungen:

[1] Cf. RAND Corporation, “How Terrorist Groups End: Implications for Countering al Qa’ida,”Research Brief, RB-9351-RC (2008),

[2] Noam Chomsky, Media Control: The Spectacular Achievements of Propaganda (New York: Seven Stories Press, 2002),

[3] New York Times, March 13, 1994. Robert D. Kaplan reported his personal experience 6/12 that Hekmatyar was “loathed by all the other party leaders, fundamentalist and moderate alike” (Robert D. Kaplan, Soldiers of God: With Islamic Warriors in Afghanistan and Pakistan [New York: Random House, 1990], 68-69).

[4] Noam Chomsky, For Reasons of State (New York: Vintage, 1973), 102; cf. 109.

[5] “Chomsky Dismisses 911 Conspiracy Theories As ‘Dubious,’” Rense.com, December 13, 2006, .

[6] Peter Dale Scott, The Road to Afghanistan: The War Machine, the CIA, and the Global Drug Connection (forthcoming)

[7] See for example Peter Dale Scott, The War Conspiracy: JFK, 9/11, and the Deep

Politics of War (Ipswich, MA: Mary Ferrell Foundation Press, 2008), 341-96.

[8] Scott, Deep Politics and the Death of JFK, 280.

[9] Peter Dale Scott, Paul L. Hoch, and Russell Stetler, The Assassinations: Dallas and Beyond (New York: Random House, 1976), 443-46.

[10] George O’Toole, The Private Sector (New York: Norton, 1978), 145; quoted in Scott, Deep Politics and the Death of JFK, 278-79.

[11] Joan M. Jensen, Army Surveillance in America, 1775-1980 (New Haven: Yale UP), 244.

[12] 9/11 Commission Report, 38, 326; Scott, Road to 9/11, 228-29.

[13] Scott, Road to 9/11, 238, 240-41.

[14] Chardy, Miami Herald, July 5, 1987; Scott, Road to 9/11, 241.

[15] Scott, Road to 9/11, 183-87.

[16] Peter Dale Scott, “Congress, the Bush Administration and Continuity of Giovernment Planning: The Showdown,” Counterpunch, March 31, 2008,

[17] 50 U.S.C. 1622 (2002); Peter Dale Scott and Dan Hamburg, “Help Force Congress To Observe the Law on National Emergencies,” March 24, 2009,.

[18] Peter Dale scott, “To All Readers: Help Force Congress To Observe the Law on

National Emergencies!!!” (with Dan Hamburg), March 24, 2009,

[19] White House Press Release, September 10, 2009,

[20] G. William Domhoff, in Jonathan Vankin, Conspiracies, Cover-Ups, and Crimes:

Political Manipulation and Mind Control in America (New York: Paragon House, 1991),125-26.7/12

[21] Scott, Deep Politics and the Death of JFK, 11.

[22] Michael Parenti, Dirty Truths: Reflections on Politics, Media, Ideology, Conspiracy, Ethnic Life and Class Power (San Francisco: City Lights Books, 1996), 188.

[23] Howard Zinn, You Can’t Be Neutral on a Moving Train: A Personal History of Our Times (Boston: Beacon, 2002), 208.

2 Antworten to “Der 11.9.2001, fingierte Ereignisse und die Einschränkung der US-Bürgerrechte”

  1. [...] Der 11.9.2001, fingierte Ereignisse und die Einschränkung der US-Bürgerrechte - Artikel bei Lupo Cattivo Blog. [...]

  2. archelys said

    Für Larry:

    Try to remember
    the “Pull” of September…

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