lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

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Kreditkrise = Bankenkrise = Euro- und Dollarkrise = Gesellschaftskrise?

Geschrieben von lupo cattivo - 02/03/2010

Quelle aristoblog

Könnte man in obigem Satz die Position der Begriffe beliebig tauschen? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Doch das ist nicht das entscheidende. Das entscheidende ist, wir alle haben mitgemacht.
Der eine mehr, der andere weniger. Selbst die, die heute am Rand der Gesellschaft stehen. Wir alle waren oder sind dabei, ein Stück persönliches Glück zu erobern. Ob privat oder geschäftlich.
Und haben dabei eines aus den Augen verloren….Solidarität und ein wachsames Auge auf die ReGierenden, wurde unser Land doch schon einmal in den Abgrund geführt.

Wir fühlten uns sicher in unserer demokratischen Struktur. Wir glaubten, das die parlamentarische Demokratie und die gewählten Volksvertreter für das Wohl des ganzen Volkes arbeiten, Schaden abwenden und den Wohlstand aller mehren. 65 Jahre nach dem II. Weltkrieg ist die Realität leider eine andere. Ja, es gab ein Wirtschaftswunder, ja es gab Vollbeschäftigung, ja wir haben Gastarbeiter angeworben, um dieses Wunder zu bewirken. Viele von Ihnen kennen das vielleicht nur aus den Geschichtsbüchern. Einige andere werden sich mehr oder weniger dunkel daran erinnern.

Von der sozialen Marktwirtschaft, die Alfred Müller-Armack, Urheber des Begriffs und Mitbegründer einst formulierte, sind nur noch Ruinen übrig geblieben. Sie wurde Opfer des Modells der freien Marktwirtschaft. In diesem regelt der Markt alles alleine.
Zahlreiche Politikberater, Lobbyisten und Denkfabriken flüstern seit Jahrzehnten das Mantra vom freien Markt in die Ohren der Politiker. Das konnte nicht ohne Wirkung bleiben.

Seit dem Fall der Mauer hat der Deregulierungs- und Reformwahn stetig zugenommen.

Ganz gleich ob Arbeitsmarkt-, Finanzmarkt-, Sozial-, Bildungs- oder Gesundheitspolitik etc.. Seit vielen Jahrzehnten waren sie und sind noch immer zur Stelle. Die „Experten“, die ständig mehr freien Markt forderten und fordern.

„Experten“, die zum Teil von uns Steuerzahlern bezahlt werden und ebenfalls zum Teil mit gut dotierten Beraterverträgen der Wirtschaft, zahlreiche Studien, Expertisen, Rankings und Benchmarkings erstellen, um mit Hilfe dieser, weitere Reformen einzufordern.
Diese Reformen werden uns dann als dringend notwendig und alternativlos verkauft.
Die Finanzkrise hat jedoch gezeigt, das der freie Markt unfähig ist, Chaos, wirtschaftliche Instabilität und soziale Verwerfungen zu verhindern.
Mit 100en von Milliarden Euro wurden die Banken gerettet. Oder besser gesagt, die drohenden Verluste der Hütchenspieler abgesichert.
Nicht einmal der Bundesrechnungshof darf hier kontrollieren! Systemrelevante Banken müssen gerettet werden, da ansonsten der entstehende Schaden noch größer würde, so wurde es uns verkauft.

Das ist wie Schutzgelderpressung.

Entweder du zahlst, oder ich mache aus unserem Laden Kleinholz. Wer meint, das nun ein Umdenken einsetzen müsste, irrt gewaltig.
Das Spiel ist noch lange nicht zu Ende. Es wird lediglich die nächste Runde eingeläutet.
Und was passiert ist, bzw. noch passieren wird, steht in keinem der mehr oder weniger schlechten Volkswirtschaftslehrebücher.

Doch hätten wir etwas tun können? Vielleicht beim letzten mal anders wählen sollen?
Meiner Meinung nach ist es völlig egal, welche Partei(en) die Regierung bildet.
Sie sind schon längst zu Handlangern des Vermögens geworden. Zu Hofnarren, die uns vorgaukeln, wir hätten eine Wahl.
Bei genauem Hinsehen sieht man, das die Hofnarren an Strippen hängen.
Doch die Strippenzieher stehen im dunkeln. Es gilt, diese Strippenzieher zu enttarnen!

Manche halten die Bilderberger für diese Strippenzieher.
Ich halte die Bilderberger für einen Altherrenclub. Den man zwar im Auge behalten, aber nicht überschätzen sollte.
Die Bilderberger haben die Gefährlichkeit einer dunklen Regenwolke am Horizont, während neben uns, von uns unbemerkt, tennisballgroße Hagelkörner aufschlagen. Sucht man nach den Ursachen für diese Hagelkörner, wird man schnell fündig. Es ist die so genannte „Finanzindustrie“. In dieser werden „Produkte“ entwickelt, die keinen oder nur einen geringen inneren Wert haben. Scheingeschäfte. Etwas für Hochstapler und Trickbetrüger.
Basis für die Finanzindustrie sind die Börsen.
Brauchen wir Börsen? Nein. Kein Mensch braucht sie, außer den Hütchenspielern.
Und wenn sich die ganz Großen verzocken, springt der Steuerzahler ein.

Erinnert sich noch jemand an die Volksaktie?
Die T-Aktie, in zahlreichen Werbespots vom Schauspieler Manfred Krug angepriesen, hat das Börsenfieber beim Bürger angefacht.
Wenn Sie jemanden kennen der eine hat, fragen Sie ihn mal.
Aber vorsichtig.
Die Leuchte Ron Sommer hat überzogene Kaufpreise für marode US-Unternehmen bezahlt.
Der Emissionskurs der ersten Tranche der Telecom-Aktie lag bei 14,57 Euro.
Der aktuelle Kurs bei 9,50 Euro.

4 Antworten zu “Kreditkrise = Bankenkrise = Euro- und Dollarkrise = Gesellschaftskrise?”

  1. kynoscephalon sagte

    wie immer, ein guter Kommentar.
    Für mich die beste deutschsprachige Webseite mit exzellenten Hintergrundinfos.

    homo homini socius

  2. Chris sagte

    Falsch, es ist nicht die “freie Marktwirtschaft”, die uns dieses “Elend” eingebrockt hat. Sondern ganz einfach, weil die Regierungen und Notenbanken in die “freie Marktwirtschaft” rein gepfuscht haben! Hätten wir freie Marktwirtschaft, dann wären die Grossbanken allesamt pleite, viele Staaten wären bereits pleite und die heutigen Vermögensblasen würde es nicht geben! Die Banken würde nicht derart zocken, weil sie dann das Risiko selber tragen würden und somit untergehen können. Nur weil hier alle reinpfuschen, gibt es wieder unheimliche Vermögensblasen oder auch Schuldenblasen, die demnächst platzen! Dann kann jedoch niemand mehr helfen, weil heute die Staaten ebenso pleite sind und irgendwann einfach kein Geld mehr gedruckt werden kann. In einer freien Marktwirtschaft gehört versagen dazu, wer schlecht wirtschaftet oder sich verzockt, der soll untergehen dürfen! Das bereinigt den Markt und macht Platz für neues Wachstum. Sicher gibts dann im Moment auch Chaos, das aber viel weniger schlimm wäre, als wenn es jetzt dann bald platzt. Einfach alles retten, was nicht überlebensfähig ist, ist keine dauerhafte Lösung. Im Moment hängt man fast tote an Herz-Lungenmaschinen und das nur aus Angst vor Arbeitsplatzverlust und demzufolge vor dem Wähler. Alles ist jeweils nur auf die nächsten Wahlen ausgerichtet und dient somit für die Regierenden nur dem Machterhalt.

    Meine Meinung: Die Regierung soll sich raushalten. Marode Unternehmen sollen sterben dürfen. Geld lieber in Bildung und Sozialsysteme investieren, um die härtesten Folgen abzumildern. Lasst die maroden Banken sterben, lasst Opel sterben. Denn wo ein Markt ist, wird es immer wieder neue Unternehmen geben, die die Lücke füllen und die so auf einer gesunden Grundlage wachsen können. Und wie gesagt, es ist definitiv nicht die freie Marktwirtschaft, die angeblich schuld ist, sondern die Regierungen und Notenbanken, die ganz massiv darin eingegriffen haben!

  3. SO funktioniert Geld wirklich. Video zum kostenlosen downloaden: http://www.alle-religionen-vereint.com/pre/index.php?page=02_Geld

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