GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLAR
Geschrieben von Maria Lourdes - 28/11/2011
Die Fed hat sich lange gewehrt, die Zahlen zu den Notkrediten an die US-Banken zu veröffentlichen. Irgendwann geschah es unter dem Freedom of Information Act dann doch, aber die 29.000 (!) Seiten Papier waren ein so großer Batzen Daten, die es zu verarbeiten galt, dass auch heute noch Neuigkeiten aus den Daten gezogen werden können. Quelle: diewunderbareweltderwirtschaft.de - Secret Fed Loans Gave Banks Undisclosed $13B
Die Nachrichtenagentur Bloomberg ist dabei ganz weit vorne, um nicht zu sagen allein auf weiter Flur. Sie hatte unter anderem die Daten der unterschiedlichen Hilfsprogramme zusammengerechnet und ist dabei auf eine maximale Gesamtsumme der Hilfen von 3,3 Billionen Dollar gekommen. Auch überraschende Details wie die Hilfen der US-Notenbank Fed an das Bundesland Bayern wurden dabei zu Tage gefördert (siehe Die Fed hat sogar Bayern (nicht die LB …) mit Geld versorgt ).
Aber Bloomberg hat noch nicht aufgehört, die Daten weiter unter die Lupe zu nehmen. Inzwischen hat Bloomberg die Datensätze der Nothilfen scheinbar für jede Bank und jeden Tag einzeln in der Datenbank und kann damit genau sagen, welche Bank an welchem Tag wie viel Notkredit in Anspruch genommen hat.
Der Höhepunkt dieser Notkredite, die übrigens mit einem niedrigerem als dem üblichen Zins verzinst wurden, lag am 5. Dezember 2008 bei 1,2 Billionen Dollar. Die großen 6 US-Banken (JP Morgan, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley) gönnten sich davon satte 460 Milliarden Dollar. Man sieht schnell, wie unglaublich Pleite die US-Banken waren und wie stark ihnen mit lebenserhaltenden Maßnahmen unter die Arme gegriffen werden musste.
Bloomberg hat aber auch eine andere spannende Berechnung vorgenommen: Mit den tagesgenauen Volumina der Notkredite kann man jetzt den Zinsvorteil errechnen, den die US-Banken erhalten haben. Es sind über den Zeitraum von 2007 bis 2009
13.000.000.000 (13 Milliarden) Dollar,
die die US-Banken gegenüber dem normalen Zins gespart haben.
Das ist ganz grob etwa ein Monatsgewinn für die US-Banken in normalen Zeiten, man sollte das also auch nicht zu sehr dramatisieren.
Trotzdem: all das in einem Programm, das keine rechtliche Legitimation hatte (im Gegensatz zu den anderen Programmen wie TARP, etc.) und das keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterworfen war. Zur Einordnung: Der Umfang dieser Notkredite war mehr als dreimal so groß wie die offiziellen Maßnahmen, also z.B. das Ankaufprogramm für Junk-Anleihen TARP.
Außerdem erschließt sich mir nicht, wieso die Banken den Kredit zu niedrigeren Zinsen als üblich bekommen haben. Die Fed hat doch eigentlich zwei Zinssätze für die Liquiditätsprogramme: Einen niedrigen, für die normalen Geldgeschäfte und einen etwas höheren für die Notkredite.
Dass der Bankensektor liquide gehalten werden muss, OK. Dafür ist die Fed zuständig. Aber das muss man ja nicht unbedingt komplett geheim und zu subventionierten Zinssätzen machen.
Am Ende noch eine Frage, die vielleicht ja jemand beantworten kann: Wo tauchten die Kredite in den Bilanzen der Banken auf? Hätte man dort die Notkredite der Fed nicht eigentlich auch irgendwo finden müssen?
Linkempfehlungen:
Finanzkrise/ Eurokrise/ Eurorettung: Mein Name ist Bond „Euro Bond“
Schon Anfang des Jahres schlug der luxemburgische Premier Claude Juncker („Mr. Euro“) vor, Euro-Bonds einzuführen. Bei uns traf er auf Begeisterung bei den Grünen, in der SPD und den Gewerkschaften, auf (schlecht gespielte) Empörung in der CDU und klare Ablehnung in der FDP und der CSU.
Die Gründe für Euro-Bonds liegen auf der Hand. Kreditwürdige Nordländer bürgen für die Schulden der Südländer. Letztere kämen leichter an billigeres Geld. Ergebnis: Es wäre erst einmal „Ruhe im Karton“.
Die Gründe gegen Euro-Bonds leuchten auch ein. Deutschland müsste dreimal so hohe Zinssätze zahlen. Schlimmer noch, wir garantieren die Rückzahlung der Schulden anderer. Bürgt jeder für die Schulden aller, ist am Ende niemand mehr verantwortlich. Ergebnis: Schuldenmachen würde belohnt. – Mein Name ist Bond „Euro Bond“
Finanzkrise: „Eurogeddon“ – Angst vor Ausschreitungen und sozialen Unruhen
Das britische Außenministerium hat seine Diplomaten dazu angehalten, sich auf einen möglichen Euro-Kollaps einzustellen und dabei auch die Wahrscheinlichkeit von Riots mit einzubeziehen.
Wenn stimmt, was Familienangehörige, Freunde und Bekannte erzählen, dann gibt es in Deutschland unzählige Personen, die nachts kaum mehr schlafen, weil sie an den Euro denken. Dann sind tausende Keller bis obenhin mit Vorräten gefüllt, die zwei Monate reichen müssen, dann hätten Diebe momentan die allerbesten Aussichten in Wohnungen auf riesige Mengen Bargeld zu stoßen, wenn sie – wie in doch längst veralteten Geschichten – in Schubladen, unter Matrazen und in alten Kaffeedosen suchen. Vielleicht finden sie sogar Gold wie im Märchen. Dass die Angst, die in den Büro-, Flur- und Mittagspausenerzählungen weitergereicht wird, durchaus ernst zu nehmen ist, merkt man spätestens dann, wenn die Mütter am Telefon kaum mehr über ihre Kinder reden, sondern fast nur mehr über Euro-Kollaps-Gegenmaßnahmen – und anschließend die Sparguthaben überprüft werden.. - Weiterlesen…
Buylow S. Ellhigh sagte
13 MRD. DOLLAR?
Wer soll das denn glauben?
1013 Mrd. vielleicht.
Maria Lourdes sagte
Bloomberg hat aber auch eine andere spannende Berechnung vorgenommen: Mit den tagesgenauen Volumina der Notkredite kann man jetzt den Zinsvorteil errechnen, den die US-Banken erhalten haben. Es sind über den Zeitraum von 2007 bis 2009
13.000.000.000 (13 Milliarden) Dollar, die die US-Banken gegenüber dem normalen Zins gespart haben.
Das ist ganz grob etwa ein Monatsgewinn für die US-Banken in normalen Zeiten, man sollte das also auch nicht zu sehr dramatisieren.
kurspa sagte
haha, jaja, die FED hat in den letzten eurotage angeblich heftigst euros gekauft – um ihn zu stü(r)tzen. da soll es um hunderte von milliarden gehen was gekauft wurde und gekauft wird.
so, und wenn die diesen schrott von sklaven-euro wieder abstossen an die EU, hamse noch mehr verdient.
klares ziel: an jeder ecke abschöpfen wo es geht. was bleibt zurück ? euro-öeichen, ist auch gut so.
Gandalf sagte
Rockefellers Steuererklärung 2004 – Return of Private Foundation.pdf
http://www.pdf-archive.com/2011/11/18/rockefeller-2004-return-of-private-foundation/
uwe sagte
Das ist der Hammer!!
da sind auch alle die Firmenbeteiligungen drauf (im Anhang) von Halliburton bis Siemens. Monsanto wird anscheinend extra geführt.
Für jeden der das Geflecht dieser Netzwerke durchschauen will ein Fundgrube. 721 Seiten klein gedruckt alle Details unglaublich.
Ein Meisterstück, das zu leaken.
uwe sagte
Unbedingt überall lokal sichern, das wird sicher bald im Netz gelöscht.
Es ist sicher nur ein Teil des gesamten Rockefeller Imperiums, aber hochinteressant.
uwe sagte
Gratuliere Gandalf.
sunburstsun sagte
Vielen Dank für diesen Hinweis!
…und was mir sogleich (zusätzlich) bereits auf der allerersten Seite auffiel: schon zu Beginn, gleich im Abgleich von Schriftsatz der Überschrift mit dem dann tatsächlich unter “H” Angekreuztem (Großschrift hier wie Paragraphen dort beachten) ‘beginnt das Lügenw…’ ähh… ‘der Schachzug’…
‘Holzauge sei wachsam..!’
LG,
Steffen
Freiherr von Knicke sagte
Banken liquide halten. Statt über noch mehr Fiat-Zaster könnte man es mit Liquiditätsabgaben versuchen. Gehortetes Geld 10% p.a.. Bei 100Bio. macht das 10 Bio. Wo man hinguckt Worthülsen, Wortblasen. Die SZ hat einen Nachgesang über Kulturgüter und öffentliche Räume in Europa, die im Rahmen der “Finanzkriese” an Investoren verscherbelt werden.
Daß das die Absicht ist, u.a. – verschweigt sie natürlich. So wird das Ziel der europ. Verfassung, nämlich die allumfassende Privatisierung in Europa, beschleunigt. Der Bürger zahlt für den Verlust des Geimeineigentums. Eine bekannte Methode.
Um diese Staatsnotstände durchführen zu können gelten als flankierende Schutzmaßnahmen die Notstandsgesetze. Darum heißen die so. Wir müssen nur die Sprache dieses Gesockses verstehen. Sie erzählen uns alles, und das schon vorher.
nemo vult sagte
Der natürlichen Wirtschaftsordnung stehen im Weg:
1. der Eigentumsbegriff nach römischem Recht;
s.”Philosophie des Elends” P.J.Proudhon; “die Gesellschaft entsteht durch Eigentum und geht am Eigentum zu Grunde”.
2. Ignoranz gegenüber der Tatsache das Zahlungsmittel ihre Wareneigenschaft verlieren, auch wenn sie vorher Waren waren (z.B. Silber, Salz, Datteln), Zahlungsmittel sind Austauschmittel.
3. Die Unkenntnis des Unterschieds zwischen Werterhaltung und Wertspeicherung.
4. Die Lügen vom freien Markt und vom Volk als Souverän.
5. Die ständige, mindestens latente, Existenzangst.
kurspa sagte
die eu-verfassung enthielt doch einige “nicht lesebare” seiten. sind diese inzwischen bekannt? weiss da jemand was, dass die nun bekannt gemacht wurden? danke
Freiherr von Knicke sagte
Eine Verfassung (lex generalis) hat gemeinhin nicht so viele § und Seiten. Siehe Grundgesetz.
Die Lesbarkeit der “EU-Verfassung” zeigt sich in den Tausenden von Seiten. Hier ist jeder Furz geregelt.
Z.B. wann gilt die Todesstrafe, wann das Parlament nichts mehr zu sagen hat usw.. Alles wichtige Dinge die in einer Verfassung so nix zu suchen haben. Aber wer betrügen will sucht sich seinen Weg. Man sehe sich die Gesichter der Kommisäre (Begriff der Kommunisten > also Logenwerk)) an und deren Herkunft, z.B. Rompoy (Belgier!), Äschdn (Brite!), Borroso (Portugaller!) – schauderts da jemandem?
GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLAR | S I R I U S N E T W O R K sagte
[...] Quelle: gewinn-der-us-banken-durch-fed-hilfe-13-mrd-dollar [...]
Gilgamesch sagte
Eine gute Übersicht Wer, Waru, ziele – Einbindung des Islam
http://www.zeitfokus.de/politik/item/1210-10-geostrategische-anmerkungen-zur-besetzung-libyens.html
10 geostrategische Anmerkungen zur Besetzung Libyens
Eine exzellente Analyse von Prof. Luigi Ambrosi
Der nachfolgende Artikel von Luigi Ambrosi erschien am 24.10.2011 in diversen italienischen Publikationen wie z. B. resistenze.org, Die deutsche Übersetzung besorgte in dankenswerter Weise Bernd Duschner.
Mit der Hinrichtung Gaddafis und der Besetzung Libyens unter der Zuhilfenahme der Marionettenregierung des Übergangsrates endet zunächst eine weitere imperialistische Operation der Hauptmächte des früheren Kolonialismus. Das gesamte Bündnis der westlichen Sieger im 2.Weltkrieg (USA, GB, Frankreich) findet sich wieder vereint, um sich die Ressourcen eines souveränen Staates einzuverleiben. Einige geopolitische Anmerkungen sind dazu angebracht. Dabei verstehe ich unter Geopolitik die Analyse der internationalen Kräfteverhältnisse. Obwohl frühere historische Ereignisse – vom Wiener Kongress bis zur Konferenz von Yalta – es nahelegen sollten, geopolitischen Zusammenhängen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, werden sie in den Analysen noch nicht angemessen berücksichtigt.
Erste Anmerkung: Die „Rückeroberung” Libyens bedeutet einen Sieg der Nato und des westlichen Imperialismus auf internationaler Ebene.
……..
Anmerkung des Übersetzers:
Ein Freund, hoher Militär und Geostrategieexperte, schreibt mir zum Artikel einen Hinweis, der mir überaus wichtig erscheint, daher zitiere ich ihn hier: „leider hat Professor Ambrosi den Hauptgrund für die Intervention vergessen: China aus Afrika zu vertreiben. China ist nämlich so unverschämt, für wirtschaftliche Hilfe nicht die Bedingungen des IWF zu stellen und zweitens, sich afrikanische Rohstoffe zu sichern. Er hat auch nicht verstanden, dass es nicht mehr um d i e Imperialisten geht, sondern um d e n Imperialisten, der seine Felle davon schwimmen sieht: die USA”.