lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

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Auf dem Leopardenfell ist nicht Platz für zwei…sagt ein Sprichwort im Kongo!

Geschrieben von Maria Lourdes - 25/04/2012

Patrice Lumumba, der mehr als nur Hoffnung für die Bevölkerung im Kongo bedeutete und unserem, leider viel zu früh verstorbenen Lupo Cattivo -nach eigenen Angaben- immer ein Vorbild war, hat auch Maria Lourdes -nach intensiver Recherche- das “Lumumba-Fieber” gepackt!

Patrice Lumumba sollte der Friedensnobelpreis noch posthum verliehen werden, sagt Maria Lourdes!

Die Region Kongo steht wegen ihres Rohstoffreichtums seit jeher im Interesse der Weltmächte. Bereits im 15. Jahrhundert nehmen die Portugiesen Kontakt zum Königreich Kongo auf, das sich am Sklavenhandel beteiligt und dadurch zu Reichtum gelangt. Ab dem 16. Jahrhundert setzt jedoch der Niedergang ein. Nach dem Zerfall der portugiesischen Vorherrschaft wird das Königreich Kongo von Niederländern und Briten zerstört und ausgeplündert und schließlich in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zum “Privatbesitz” des seit jeher von dem Gedanken an ein Kolonialreich faszinierten belgischen Königs Leopold II. erklärt.
Die grausamen Exzesse im Zuge der wirtschaftlichen Ausbeutung des Landes gehen als sogenannte “Kongogräuel” in die Geschichte ein und zwingen Leopold 1908 zur Übergabe des Kongo als Kolonie an den belgischen Staat. Dieser beutet das Land jedoch weiter aus, verhindert die Ausbildung einheimischer Fach- und Führungskräfte, unterbindet jegliche Form des Protestes und hinterlässt, 1959 zum Rückzug gezwungen, ein politisches, soziales und wirtschaftliches Chaos.

In der folgenden kurzen Regierungszeit von Patrice Lumumba zeigt sich die politische Elite des jungen Landes unfähig, das schwere Erbe der Vergangenheit zu überwinden. Durch einen Putsch gelangt der von Lumumba geförderte Offizier Joseph-Désiré Mobutu an die Macht. Mit Billigung des Westens errichtet er eine der längsten und korruptesten Diktaturen Afrikas. Noch heute verfolgen die westlichen Mächte ihre eigenen Interessen in der Kongo-Region.

Am 30. Juni 1960 ging im Kongo die Kolonialzeit zu Ende. Zur Feier der Unabhängigkeit reiste der 31-jährige belgische König Baudouin I. an den Kongo und hielt eine Rede, in der er das “Genie” seines Großonkels, König Leopold II, pries. Dieser hatte seine Privatkolonie Kongo mit unglaublich grausamen Methoden verwalten und ausbeuten lassen, scheiterte damit und vermachte den Kongo als Kolonie dem belgischen Staat.

Patrice Lumumba, erster Ministerpräsident der Demokratischen Republik Kongo, fand diese Rede Baudouins gänzlich unakzeptabel und setzte ihr eine eigene, leidenschaftliche Rede, die nicht auf der Tagesordnung der Feierlichkeiten stand, entgegen. Es war der Anfang vom Ende der Regierungszeit Lumumbas. Nicht einmal sieben Monate später wurde er verhaftet, grausam gefoltert und in Katanga exekutiert. Sein Leichnam wurde in Säure aufgelöst. Heute ist bekannt, dass auch König Baudouin I. verantwortlich war für Folter und Tod Lumumbas.

Der zweite Teil von “Black Heart, White Men” erzählt die unglaublich grausame, gut 50-jährige Geschichte des postkolonialen Kongos. Hunderttausende, Millionen von Menschen sind in diesem halben Jahrhundert in dieser Region gewaltsam umgekommen, Belgien, Europa, die USA, die UdSSR, später Rußland und jetzt v.a. China verschaffen sich politischen und ökonomischen Einfluß, um das Land weiter auszubeuten. Quelle: videos.arte.tv

BLACK HEART, WHITE MEN Teil I

BLACK HEART, WHITE MEN Teil II

Patrice Lumumba: Der lange Schatten seiner Ermordung

Die Sendung “Kulturzeit” über den Kongo


21 Antworten zu “Auf dem Leopardenfell ist nicht Platz für zwei…sagt ein Sprichwort im Kongo!”

  1. kurspa sagte

    nun ja …

  2. Sven Boernsen sagte

    Maria! Das hast Du gut gemacht. Du wirst in diesem blog, den ich seit längerem lese, gerade in letzter Zeit teilweise ziemlich unsachlich kritisiert.

    Du hast hier Deine Finger in die richtige Wunde gelegt. Was den posthumen Nobelpreis für Lumumba angeht, da werden wir sicher noch müssen.

    Du schreibst “Heute ist bekannt, dass auch König Baudouin I. verantwortlich war für Folter und Tod Lumumbas” – es wäre sicher interessant darüber mehr zu erfahren.

    • Danke Sven, Guck Dir die Videos an, die sind echt gut, sagt Maria Lourdes!

    • Freiherr von Knicke sagte

      Tja, die belgischen Könige/innen.
      Bis auf den, den sie im 4waldstätter See versenkt haben, und der im Wege stand, der das Steuer hätte umlegen können, herrscht sonst Dutroux- Niveau.
      Klingt hart – andere Häupter fühlen sich aber auch von diesem Niveau angezogen

  3. w. sagte

    Belgien:
    Ein Produkt der City of London.Genauso wie die Schweiz.Beide Staaten wurden geschaffen um
    direkte Auftragsarbeiten fur die City zu erledigen (deswegen:mehrere Sprachgruppen,zerstrittene
    Regionen,schwache Hauptstadt,seltsame Verfassungen).

    Belgien sollte den reichen Teil Afrikas ausbeuten.Und das haben die netten und so buergerliche
    Belgier auch getan.(Frankreich hatte ja nur die Wustengebiete bekommen mehr oder weniger.
    In Algerien konnte man wirklich nichts gewinnen.Die Franzosen haben Algerien und Marrokko geliebt und sehr viel inverstiert,deswegen auch der Kampf um Algerien unter De Gaulles,der
    mehr nach verletzter Liebe aussah als rational erklarbar).

    Am Beispiel der Belgier sieht man wie normale Menschen,die Zuhause ruhig Kakao trinken, zu
    Massenmordern werden,wenn man diese dazu erzieht.

    Was haben die Afrikaner gelitten unter den Belgiern und kein Wort des Bedauerns.

    Vergessen mittlerweile: Die Tragodie von Ruanda vor ca 20 Jahren,ebenfalls von den
    Geheimdiensten angezettelt.

    • Denk-Mal-Schutz sagte

      In Belgien gibt es ein Schokoladen-Gebäck, “pattes des noirs” genannt: “Negerpfoten”. die gab es in Wirlichkeit (vgl. Josef Conrad, Herz der Finsternis, worin er die Greuel unter Leopold I. im Kongo beschreibt.): nämlich abgehackte Hände schwarzer Plantagenarbeiter/innen, zur Strafe bei Aufmüpfigkeit oder was die weißen Kolonialherren dafür hielten. Tausendfach. Von und durch die Kolonialmacht Belgien. im Auftrag ihres erwähnten königlichen Großlogenmeisters. Der ungenießbare Architekturbombast Brüssels wurde von diesem gestiftet. Wie passend. “Brüssel” ist damit als EU-Hauptstadt genial gewählt und führt folgerichtig sein blutsaugerisches Erbe im Logenauftrag nun iwoanders weiter, derzeit in der EUdSSR. Als Kolonie wurde die BRD bestimmt. Von dort ist auch Fortschritt zu vermelden: Denn anders anders als in Pommesland sind wir in der BRD geläuterter. Hierzulande kann man – Gutmensch sei Dank – nunmehr weder “Mohrenköpfe” noch “Negerküsse” bestellen. Na, wenn das kein gutes Beispiel ist.

  4. Frank H. sagte

    Der Artikel ist jetzt gelungen Frau Lourdes. Wobei auch Wilhelm II nicht gerade human mit seinen Kolonien verfuhr. Oder waren es die Gauleiter des Protektorats Ost?

    • Ich kenne nur “Deutsche Schutzgebiete” und keine Kolonien! Wilhelm II hat sich wenigstens “gerade” gemacht: Rühmet mich nicht, denn ich bedarf keines Ruhmes. Richtet mich nicht, denn ich werde gerichtet werden! Grabinschrift auf seinem Grab, von ihm selbst so gewollt!

      Vielen Dank Frank H. aber auf die Gauleiter lass ich mich nicht ein, sagt Maria Lourdes!

    • w. sagte

      Kaiser Wilhelm war wirklich ein guter………(selbstverstandlich war nicht verantwortlich ,wenn
      ein Untergebener etwas angeordnet hat.

      Sicher ist ………..die Deutschen waren gerne gesehn in Namibia……….bis heute.Was man
      von den Belgiern nicht sagen kann im Kongo.

    • Freiherr von Knicke sagte

      Weißt Du warum Tschechien als Protektorat bezeichnet wurde?
      Die Niederschlagung des Hereroaufstandes war ein Probelauf für Lidice und das Terror-Regime der Nazideutschen in T.?
      Was hat Willi 2 mit der Kolonie Tschechien zu tun´und wie hieß der Gauleiter in Deutsch-Südwestafrika?
      Keine Ahnung – ich!

      • Der war gut lieber Freiherr! Nicht wenige Bürger in Namibia wollen wieder “Deutsch-Südwest” genannt- und somit auch wieder Deutsches Schutzgebiet werden!

        Gruss an den Freiherr von Knicke!

        Maria Lourdes

        • w. sagte

          Da bin ich mir gar nicht so sicher………..Wenn z.B. eine Deutsche Firma in Lateinamerika oder Afrika Stellen ausschreibt,reissen sich die Leute darum.

          Selber erlebt.

          Denn: die Leute sind sich sicher,dass der Lohn ausbezahlt wird,der Krankenkassenbeitrag
          gezahlt wird usw. usw.

          Ich bin oft selber uberrascht,welche Wirkung der Zusatz Deutsch hat.

          (Namibia ist fast nur Trockengebiet und war ein Zuschussbetrieb)

          Der sogenannte Aufstand in Deutsch Afrika war ein Produkt des englischen Geheimdienstes,eben weil diese kein anderes Kolonialmodell neben dem ihrigen
          haben wollten.
          Die Armee wurde eigentlich immer schon in Preussen von aussen gelenkt.Schon
          Friedrich 2 hat Gelder aus London erhalten (steht sogar in Deutschen Schulbuchern),ohne
          die war Preussen eigentlich schwer vorstellbar.

          Da auch das 2. Deutsche Kaiserreich von der neuen Zentralbank des Deutschen Reiches
          mitgelenkt wurde,kann man davon ausgehn,dass Deutschland schon damals nicht ganz
          frei von Einfluss der City war,bzw. der damaligen Hofjuden.Z.B. des Bankhauses Warburg
          Hamburg.

          Die Warburgs leiteten auch den Militargeheimdienst im 1.Weltkrieg.

          Sie waren auch in der Delegation des Deutschen Reiches in Versailles.
          Und auch in der US Delegation.

          Meiner Meinung nach war Wilhelm 2 wirklich naiv und ein guter Monarch der seine
          sog. Untertanen durchaus gut gewogen war.

          Bei Youtube sieht man noch viele Videos von ihm.

          Seine Lieblingshandlung angeblich: Denkmaleinweihung.Und:Hohenzollern hatten
          die Leitung der Freimaurerloge zu Berlin.

  5. chipsy27 sagte

    hallo,

    ich möchte hier nur noch einen beitrag dazu von freeman einstellen

    http://www.alles-schallundrauch.blogspot.de/2007/04/der-wandel-in-sdamerika.html

    grüße

  6. Reiner Dung sagte

    Der Kongo war schon immer ein Spielball ausländischer Interessen.
    Der IWF und die Weltbank spielen eine große Rolle, wenn es um
    die Schuldknechtschaft der Länder geht.
    Nur China macht da immer einen Strich durch die Rechnung.
    http://www.goldseiten.de/artikel/10705–IWF-beschuldigt-China-dem-
    Kongo-weitere-Schulden-aufzuladen.html
    Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der ökonomischen
    Globalisierung auf Tansania und die Demokratische Republik Kongo:
    Strukturanpassung versus Kriegsökonomie von Noreen Hirschfeld.
    Leseprobe:
    http://books.google.de/books?id=tuznSFfxWfwC&pg=PA75&lpg=PA75&dq=iwf+weltbank+kongo&source=bl&ots=9b81ZQjZr3&sig=y78rEzobMcTnsm56FtD6Jc-hFDQ&hl=de&sa=X&ei=yjmYT8n8JZH2sgaygLXxAQ&ved=0CDMQ6AEwAw#v=onepage&q=iwf%20weltbank%20kongo&f=false

    Zusammenhänge und Hintermänner werden klar benannt da bekommt jeder
    sein Fett weg.

    Ein Film der zutiefst bewegt und betroffen macht.
    Dokumentation: Im Schatten des Bösen – Der Krieg gegen die Frauen im
    Kongo

    Ein Film von Susane Babila, produziert durch die BildManufaktur GmbH
    Stuttgart. Im Auftrag des SWR. Erschienen im Auslandsreporter.
    Ausgezeichnet durch den 5. Marler Filmpreis sowie den Deutscher
    Menschenrechts-Filmpreis 2008.

    • Kann ich bestätigen “Schatten des Bösen” ist ein wirklich guter Film!
      Danke Reiner für den Tip, sagt Maria Lourdes!

    • Freiherr von Knicke sagte

      Immer an den Spruch eines “Bruders” denken: Haben wir die Frauen verdorben, dann haben wir die Welt verdorben.

  7. [...] Patrice Lumumba sollte der Friedensnobelpreis noch posthum verliehen werden, sagt Maria Lourdes! Patrice Lumumba, erster Ministerpräsident der Demokratischen Republik Kongo, fand diese Rede Baudouins gänzlich unakzeptabel und setzte ihr eine eigene, leidenschaftliche Rede, die nicht auf der Tagesordnung der Feierlichkeiten stand, entgegen. Es war der Anfang vom Ende der Regierungszeit Lumumbas. Nicht einmal sieben Monate später wurde er verhaftet, grausam gefoltert und in Katanga exekutiert. Sein Leichnam wurde in Säure aufgelöst. Heute ist bekannt, dass auch König Baudouin I. verantwortlich war für Folter und Tod Lumumbas. http://lupocattivoblog.com/2012/04/25/auf-dem-leopardenfell-ist-nicht-platz-fur-zwei-sagt-ein-sprich… [...]

  8. w. sagte

    Gruss an Maria L. und vielen Dank,dass meine Kommentare freigeschaltet werden,die nicht immer
    perfekt sind.

  9. [...] Auf dem Leopardenfell ist nicht Platz für zwei…sagt ein Sprichwort im Kongo! Patrice Lumumba, der mehr als nur Hoffnung für die Bevölkerung im Kongo bedeutete und unserem, leider viel zu früh verstorbenen Lupo Cattivo -nach eigenen Angaben- immer ein Vorbild war, hat auch Maria Lourdes -nach intensiver Recherche- das “Lumumba-Fieber” gepackt! hier weiter [...]

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