Nachdem ich jetzt bereits mehrere Artikel auf Lupo Cattivos Blog veröffentlicht habe und mich die Recherche zu diesen Artikeln jeweils auch persönlich berührte -besonders der demnächst erscheinende Artikel- „Uranmunition und die schrecklichen Folgen“ ist/war für mich ein Thema, das einen sprichwörtlich „krank macht“. Dieser Artikel kommt noch diese Woche und die Leser müssen sich auf Bilder einstellen die an Grausamkeit nicht zu überbieten sind. Deshalb habe ich mich heute entschlossen, ein „etwas seichteres Thema“ als Artikel einzuflechten. Heut mal nichts von Zion’s Jüngern oder den Finanzsoldaten der Rothschild’s aus der City of London. Nichts über den Schnauzbärtigen aus Braunau und auch mit Krebs/Haarp oder Chemtrails hat der folgende Artikel nichts am Hut. Chapeau! Ich ziehe den Hut, sagt Maria Lourdes!
Es geht um die wohl schönste Frau des 19 Jahrhunderts „Sissi“.
Ihre Wespentailie ist weltberühmt. Elisabeth I. ist die schönste Frau ihrer Zeit und an der grandiosen Inszenierung ihres Leben spiegeln sich die Sehnsüchte der Menschen. Romy Schneider machte sie zur Kaiserin der Herzen. Eine Historikerin enthüllt ihr wahres ich, das hinter der Projektionsfläche medialer Phantasien verborgen ist. Immer wieder erfindet man sie neu – als erstes Topmodell der Geschichte – als exzentrische Jet Set Prinzessin, verfolgt von Schaulustigen und Paparazzi. Erst ihr gewaltsames Ende macht sie unsterblich. Was ist das Geheimnis dieser Frau die uns gestern wie heute zum Träumen verleitet?
Elisabeth Eugenie Amalie, genannt Sisi, wurde am Weihnachtsabend des Jahres 1837 geboren. Zunächst wächst Elisabeth tatsächlich in verhältnismäßig freien Verhältnissen heran. Zwar gehört ihre Familie zum bayerischen Hochadel, aber ihr Vater, der sich nicht um höfische Etikette schert, bekleidet eine Außenseiter-Position im Wittelsbach-Gefüge und kann so seine Familie weitestgehend abschotten. Seine Frau Ludovica ist jedoch von dem Wunsch beseelt, ihre älteste Tochter mit dem Sohn ihrer Schwester zu verheiraten: Kaiser Franz-Joseph von Österreich-Ungarn. Als die beiden einander vorgestellt werden, ist auch die sechzehnjährige Elisabeth dabei und der Kaiser entscheidet sich für eine Ehe mit der jüngeren Cousine, die allerdings auf diese Aufgabe überhaupt noch nicht vorbereitet ist und darum nach ihrer Heirat dauernd am Hofe aneckt.
Bereits in den ersten Ehejahren kristallisiert sich ein Lebensmotiv Elisabeths heraus: Sie entzieht sich durch Krankheit und Flucht ihren Aufgaben und der ständigen Kontrolle, sowohl als erste Frau eines riesengroßen Reiches, das Kaiser Franz-Joseph nur mit Mühe zusammenhalten kann, als auch in ihrer Ehe und ihrer Familie.
Zwar wird sie immer wieder Akzente setzen und auch politische Entscheidungen treffen, sich immer wieder mit Vehemenz für Ziele und Menschen einsetzen und doch bleibt sie stets unnahbar. Sie kann durchaus leidenschaftlich eine Sache verfolgen, verliert aber genauso schnell auch wieder das Interesse und zieht sich in der Folge in sich selbst zurück.
Sie erweckt große Hoffnungen, bei ihrem Volk, ihren Kindern und nicht zuletzt ihrem Mann, um sie dann doch zu enttäuschen.
Aber es ist wohl auch nur sehr schwer nachvollziehbar, welcher Druck auf dieser Frau lastete, die lange vor der Zeit eine Aufgabe übernehmen musste, die sie weder ausfüllen konnte noch wollte.
Elisabeth von Österreich symbolisiert auch das Scheitern einer Weltmacht. Mit ihrer fortschrittlichen Denkweise sieht sie kommen, dass sich die großen Monarchien nicht mehr lange halten können. Und doch ist sie Repräsentantin eines Reiches und einer Zeit, der sie persönlich bereits voraus ist.
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