lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

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Es bleibt alles in der “Familie” – Medien berichten über Israel

Posted by lupo cattivo - 05/03/2010

Von Alison Weir                                                  danke für die superfix-Übersetzung von Nino !

Vor kurzem veröffentlichte Publikationen decken auf, dass Ethan Bronner, der Redaktionsleiter der New York Times für Israel und die Palästinenser Gebiete, einen Sohn beim israelischen Militär hat, was einen Sturm der Kontroversen verursucht hat, der sich sich weiterhin aufbläst und der noch weitere Enthüllungen freilegt (Siehe dazu meinen Arikel für CounterPunch) .

Viele Leute empfinden solch ein Zeichen für familiäre Parteinahme bei einem Redakteur, der einen ausländischen Konflikt behandelt, als beunruhigend – besonders im Hinblick auf die Bilanz der Times und deren auf Israel fixierten Journalismus’.

Die Unternehmensleitung der Times weigerte sich zunächst Bronners Situation zu bestätigen, dann weigerte sie sich es zu kommentieren. Schließlich zwang die öffentliche Entrüstung den Public Editor der Times, Clark Hoyt, sich dem Problem, in einer am 7ten Februar erschienenen Kolumne, zu stellen.Nachdem er alles dafür tat, die Institution, die ihn beschäftigt zu loben, meinte Hoyt letztlich, dass Bronner zum Schreiben in ein andere Abteilung versetzt werden sollte, um den “Anschein” von Voreingenommnhet zu vermeiden.
Der Herausgeber der Times, Bill Keller, lehnte das allerdings ab indem er eine Kolumne schrieb in welcher er Bronners Verbindung zu Israel nützlich nannte, weil sie “eine gewisse Erfahrenheit (Anm.d.Ü: auch ‘Differenziertheit’) gegenüber Israel und dessen Gegner liefert, die bei jemandem der diese Verbindung nicht hätte fehlen würde.”

Wenn solch eine “Erfahrenheit” nützlich ist, dann sollte die von der Times unterstützte (Selbst-)Verpflichtung zur “Unbefangenheit und Neutralität der Redaktion des Unternehmens” es voraussetzen einen ausgleichenden Redakteur zu haben, der den Palästineser-Gebieten und deren Gegnern ähnlich differenziert gegenübersteht, aber das erwähnte Keller nicht.

Bronner ist auch weit davon entfernt damit allein zu sein.

Wie sich herausstellte sind die Verbindungen Bronners zum israelischen Militär nicht die Seltenheit die man vielleicht erwartet.

-Ein früherer Geschäftsführer der Times, Joel Greenberg, diente, zwar bevor er Geschäftsführer wurde aber nachdem er bereits von Israel aus für die Times schrieb, tatsächlich in der israelischen Armee.

-Der Medien Experte und Zuständige für Atlantikfragen, Jeffrey Goldberg, diente ebenfalls im israelischen Militär; es ist unklar wann, wie, oder ob sein Militärdienst überhaupt beendete.

-Richard Chesnoff, der für mehr als 40 Jahre über den Nahost-Konflikt berichtet hatte, hatte einen im israelischen Militär dienenden Sohn während er als Chefkorrespondent für “US News & World Report” über Israel berichtete.

-NPRs (National Public Radio) Linda Gradsteins Mann war ein israelischer Sniperschütze und könnte immer noch ein israelischer Reservist sein. NPR weigert sich aufzudecken ob Gradstein selbst auch Israelin, sowie ihre Kinder und ihr Mann, ist.

-Mitch Weinstock, der nationale Redakteur der “San Diego Union-Tribune” diente in der israelischen Armee.

-Eine andere Korrespondentin, der New York Time, in der Region (Naher-Osten) ist eine israelische Staatsbürgerin. Israel hat eine allgemeingültige Wehrpflicht, was darauf schließen lässt, dass Keshner selbst und/oder ihre Familienmitglieder Beziehungen zum Militär haben könnten. Die Times weigert sich Fragen darüber zu beantworten ob sie und/oder ihre Familienmitglieder in der israelischen Armee dienten oder zurzeit dienen.
Ist es möglich, dass die Auslandsredakteurin der Times, Susan Chira, selbst solche Verbindungen hat?
Die Times weigert sich darauf zu antworten.

-Viele der Schreiber und Redakteure der “Associated Press” (AP) sind Israelis oder haben israelische Familien.
AP wird nicht preisgeben wieviele der Journalisten, die im Aufsichtsbüro für die Region sitzen, derzeit im israelischen Militär dienen, wieviele dort in der Vergangengeit gedient haben und wieviele von ihnen Familienmitglieder mit dieser Verbindung haben.

-Ähnlich verhält es sich bei vielen TV-Korrespondenten die, wie Martin Fletcher, die israelische Staatsbürgerschaft hatten und/oder die israelische Familien haben. Haben die familiäre Beziehungen bei der israelischen Armee?

-Der Geschäftsführer des Times Magazine wurde ein Israeli nachdem er seinen Posten antrat. Hat der Verwandte im Militär?

-CNNs Wolf Blitzer der, obwohl er kein israelischer Staatsbürger ist, für viele Jahre in Israel seßhaft war, schrieb ein Buch mit dem er das Auspionieren der USA von Israel rein wusch und der gewöhnlicherweise für die Israel-Lobby in den USA arbeitete.
Nichts davon wird den CNN Zuschauern enthüllt.

Der Herausgeber des “Tikkun”, Michael Lerner, hat einen Sohn der in der israelischen Armee diente. Obwohl Lerner ein starke Kritiker von so manchen israelischen Praktiken war, erklärte in einem Interview mit der “Jewish Week”:

Einen Sohn beim israelischen Militär zu haben war eine Bekundung meiner Liebe zu Israel und ich nehme an, dass es (ebenso) für Bronner eine Bekundung seiner Liebe zu Israel ist einen Sohn in der israelischen Armee zu haben.”

Lerner fährt fort und stellt etwas Grundlegendes fest:

“...es gibt da einen Unterschied bezüglich meiner emotionalen und spirituellen Verbindung zu diesen zwei Seiten (Israelis und Palästinenser). Auf der einen Seite steht meine Familie; auf der anderen Seite stehen akzeptable Menschen. Ich will alle Menschen überall auf dem Planten unterstützen, aber ich habe eine spezielle Verbindung zu meiner Familie. Das streite ich nicht ab.”

Viele der Reporter bestimmen Zu einem großen Teil was die Amerikaner über Israel und die Palästinenser-Gebiete lernen, und zwar, dass Israel die Familie ist.

Jonathan Cook, ein britischer Journalist der in Nazareth ansässig ist, schreibt von einem kürzlichen Treffen mit einem, in Jerusalem lebenden Chefredakteur, der ihm erklärte: “.. Bronners Situation ist die Regel und nicht die Ausnahme. Ich weiß von einem Dutzend ausländischer Chefredakteure,alles Verantwortliche für die Artikel über Israelis und Palästinenser, die in der israelischen Armee gedient haben und ein weiteres Dutzend von jenen die, wie Bronner, Kinder beim israelischen Militär haben.”

Cooks schreibt,wie der Chefredakteur ihm erzählte: “Es ist normal West-Reporter zu hören die gegenseitig mit ihren zionistischen Referenzen, ihrem Dienst in der israelischen Armee oder dem treuen Dienst ihrer Kinder in derselben, prahlen.”

Offenbar gehören die engen Beziehungen zu Israel zu den vielen offenen Geheimnissen aus der Region, die vor der amerikanischen Öffentlichkeit versteckt werden.
Wenn diese Verbindungen keine Probleme darstellen, worauf die Medien bestehen, oder sogar, worauf sich Times’ Keller beruft, die journalistische Arbeit verbessern sollen, wieso weigern sich die Nachrichtenagenturen dann beständig sie zuzugeben?

Der Grund ist nicht kompliziert.

Während Israel für viele dieser Journalisten und Redakteure eine Familie sein mag, so ist Israel für den Großteil der Amerikaner ein fremdes Land.
Umfrage um Umfrage sagen die Amerikaner, dass sie sich nicht wünschen, bei diesem Konflikt Partei für eine Seite zu ergreifen.
Mit anderen Worten will die amerikanische Öffentlichkeit vollständige, ungefilterte und ausgewogene Berichterstattungen.

Ziemlich wahrscheinlich weigern sich die Medien Antworten über die Verwicklungen ihrer Journalisten zu beantworten, weil sie zurecht befürchten, dass die Öffentlichkeit verärgert wäre, würde sie erfahren, dass die Reporter und Redakteure, die damit beauftragt werden Nachrichten für einen ausländischen Staat zu liefern, in Wahrheit Untergrundkämpfer (partisans) sind.

Während Keller betont, wie ausgeglichen über diesen Konflikt berichtet wird, deuten Studien in eine andere Richtung:

  • Die Times schreibt insgesamt 19 mal weniger über internationale Berichte, welche israelische Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, als sie das bei der weit kleineren Zahl der internationalen Berichte, die palästinensiche Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, macht.
  • Die Times berichtet über die Tode von israelischen Kindern siebenmal mehr als sie das bei palästinensischen Kindern macht, obwohl es von Letzteren weitaus mehr gibt und sich diese zuerst zutrugen.
  • Die Times versagt dabei ihre Leser darüber zu informieren, dass Israels rein-jüdische Siedlungen auf dem geraubten Land von christlichen und muslimischen Palästinensern, illegal sind; dass Israels kollektive Bestrafung von 1.5 millionen Männern, Frauen und Kindern im Gaza-Streifen nicht nur grausam und rücksichtslos, sondern ebenfalls illegal ist; und dass Israels Benutzung der amerikanischen Waffen regelmäßig gegen amerikanische Gesetze verstößt.
  • Die Times berichtet über den einen Israeli (einen Soldaten), der von Palästinensern gefangen gehalten wird, unberechenbar mal öfter als sie über die palästinensischen Männer, Frauen und Kinder – ein Großteil davon Zivilisten – berichtet, die von den Israelis weggesperrt wurden (derzeit sind das über 7.000).
  • Die Times vernachlässigt es darüber zu schreiben, dass hunderte von Israels Gefangenen niemals eines Verbrechens beschuldigt wurden und dass sich die Anderen vor israelischen Militärgerichten und gemäß den Satzungen von grotesken Militärstatuten, bei denen sogar das Einpflanzen von Zwiebeln ohne eine Erlaubnis ein kriminelles Vergehen ist, bewähren mussten.
  • Die Times versagt dabei ihre Leser darüber zu infomieren, dass bereits 40 Prozent der männlichen, palästinensischen Bevölkerung von den Israelis eingesperrt wurde, eine Statistik die normalerweise für höchst berichtenswert gehalten würde, aber die Bronner, Kerschner und Chira scheinbar für zu unwichtig halten um darüber zu berichten.

Die Amerikaner, deren gewählte Vertreter Israel einzigartige und gewaltige Summen unserer Steuergelder schenken (ein Umstand der von den Medien ebenfalls nicht beleuchtet wird), wollen und müßen alle Fakten haben und nicht nur die die Israels Familienmitglieder als berichtenswert bestimmen.

Wir bekommen sie nicht.

Anmerkung: Ähnliches gilt für die Kontrolle der gesamten westlichen Medienlandschaft von Nachrichtenagenturen über Leitmedien wie die NYT – weltweit.

eine Groteske, von der auch fast niemand weiss: auch hochrangige US-amerikanische Politiker und Anführer
wie z.B. Geithner, Emanuel, Bernanke, Greenspan, Paulson , das sind nur die ersten fünf, die mir auf die schnelle einfallen,  haben neben der US-Amerikanischen vor allem auch die israelische Staatsbürgerschaft.

Alison Weir ist Geschäftsführer von “If Americans Knew” (http://ifamericansknew.org/) und ein Vorstandsmitglied im “Council for the National Interest, CNI. Für mehr Informationen über Ethan Bronner und seine baldige Rednertour an amerikanischen Universitäten, abonniert IAKs email Liste (www.ifamericansknew.org/about_us/list.html). Alison kann unter contact@ifamericansknew.org kontaktiert werden.

3 Antworten to “Es bleibt alles in der “Familie” – Medien berichten über Israel”

  1. Reni Tent said

    Ich behaupte jetzt einfach mal: Nicht nur die Times schreibt unausgewogen über Israel/Palästina. Die gesamte Mainstreampresse auch in Deutschland verhält sich so. Und wenn das Ferkel den Israelis unverbrüchliche Treue und Unterstützung im Konfliktfall schwört, dann werden früher oder später junge deutsche Soldaten im Iran ins Gras beissen. Das behaupte ich jetzt einfach mal.

    • Turbo said

      Wieso erinnert mich das nur an die deutschsprachige Wikipedia, die auf der Diskussionsseite zum Thema “The New York Times” den früheren Chefredaktor John Swinton dieses Blattes sinngemäß zur freien Presse zu Worte kommen läßt (in deutsch und im O-Ton englisch geschrieben)? Was hat sich, außer dem Datum und weit über 250 Kriegen seither, geändert???
      Der Turbo

      PS: Wenn ich Times verkehrt herum lese, also im iwrit-Stil (neuhebräisch!), dann wird aus Times=semiT.
      Da gab es doch vor wenigen Jahren eine wirklich lesenswerte “Semit-Times” vom deutschsprachigen Abraham Melzer … Erscheinen natürlich abrupt eingestellt!

  2. lupus said

    Mir fällt dazu ein Zitat eines ehemaligen NYT Redakteurs ein …

    So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht.
    Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören,
    faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst …
    für sein tägliches Brot zu verkaufen.
    Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte.

    John Swinton
    ehemaliger Redakteur der New York Times 1880

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