3 Comments

  1. 3

    Bettina

    Mein Geschreibsel von gestern sollte in keine Weise abwertend gegenüber der Artikelschreiberin gewesen sein!

    Mich fasziniert eher das „Warum“?
    Was ist der Auslöser, weshalb sich jemand in seinem Vaterland nicht zuhause fühlt?
    Was unterscheidet mich von solchen Menschen mit Fernweh?
    Wie kommen diese Menschen mit Heimweh zurecht?

    Ich habe eine wundervolle liebe Freundin aus Ostberberlin, die muss einfach mindestens dreimal im Jahr in Urlaub fliegen. Sie begründet es mit dem lebenslangen Eingesperrtsein; sie fühle sich erst dadurch richtig frei und sie liebt das Gefühl, wieder nach Hause zu kommen, oder eher, immer wieder freiwillig nach Hause kommen zu dürfen.
    Sie hatte schon vor der Wende immer dieses Fernweh und der Gedanke in den Westen rüberzumachen, war ständig vorhanden, aber sie wusste genau, dass sie dann nicht mehr zurückkommen darf, also dadurch ihre Heimat verlieren könnte.

    Mit meiner Cousine in Uganda hab ich leider keinen Kontakt mehr. Die haben sich ja impfen lassen und empfanden den Impfstoff als von Jesus geschickt. 🙁
    Ich wurde bitterböse auf die Bitte, doch für sie zu beten, weil ihr Mann seine Diabetis nicht mehr in den Griff bekommt und eine Gürtelrose hatte. Aber Sie ihn keinster Weise dieses angeblich von „Gott“ geschickte Genexperiment dafür verantwortilich machen wollten.
    Ich konnte es einfach nicht fassen, dass so tiefgläubige Menschen, doch so leichtgläubig sein können. Sie sich auf der einen Seite total gegen Satan stellen wollen und sich doch so leicht von ihm verführen ließen.
    Für dieses Schicksal meiner Cousine mache ich auch unsere Ahnensache (Pfarrer Lindl lockte unsere Vorfahren in ein fernes Land, um dort ihren Glauben besser leben zu können) verantwortlich. Das was bei ihr dazu führte, in einem fernen Lande, völlig kulturfremden Menschen das Christentum nahe bringen zu wollen (obwohl sie es doch sehen müssten, dass die Menschen dort nur die Bibelstunden besuchen, weil sie danach reichlich beschenkt werden), wurde bei mir selbst das völlige Gegenteil offenbar, ich hab eher das Gefühl, fast schon Todesangst, oder sogar sterben zu müssen, wenn ich meinem Heimatland den Rücken kehre.

    Wie gesagt, mir geht es eher darum zu analysieren und die verschiedenen Menschen, dadurch sogar mich selbst, auch wirklich zu verstehen.

    Ich freue mich schon auf die folgenden Erkenntnisse aus einem Leben in Tansania.

    Lieben herzlichen Dank an Karin Maria und an meine liebe Maria Lourdes, daran teilzuhaben
    Alles liebe Bettina

    Reply
  2. 2

    Bettina

    Ich bin jetzt nicht der Mensch, der in der Weltgeschichte herumreisen muss um sich selbst zu finden.
    Natürlich gönne ich es anderen Menschen, wenn sie denken dies unbedingt für ihr Lebensglück zu brauchen.

    Vielleicht gründet das auch in meinen Genen, die durch diese 100 jährige Auswanderung meiner Ahnen, eher zur Vorsicht mahnt?

    Ich war auch schon mit dem Flugzeug in Urlaub auf Fuerteventura, und was soll ich dazu sagen, es war mir, als würde meine Seele hinterherfliegen müssen!
    So ähnlich einem Jetlag, was so Vielflieger immer behaupten! Meine Güte, ich hatte wärend der Schichtarbeit einen Jetlag von Montag bis Mittwoch und das jede Woche, also, diesen Quatsch freiwillig zu tun, ist fast schon pervers oder vielleicht sogar auch Selbstzerstörerisch?

    Gar kein Vergleich zu meinen Flügen mit einem ehemaligen Freund, Seegelflieger, der mir es als ulitmative Freiheit verkaufen wollte, so zwischen den Wolken mit Musik von https://www.youtube.com/watch?v=kSIMVnPA994
    Oder mein ehemaliger Chef, der den Flugschein machte, weil er hier auf der Erde nicht weiter aufsteigen konnte?

    Meine sämtlichen Freunde haben mir immer wieder, aus allen herren Ländern Postkarten geschickt und ja, ich hab mich immer sehr gefreut darüber, aber es hat mich nie dazu ermutigt, selbst auch in die Ferne zu reisen.
    Z.B. die liebe Linde, Krankenschwester von Beruf, die wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in die Schweiz ging, sie hat dadurch das dreifache verdiehnt wie hier vor Ort und hat irgendwann Kenia als ihr ultimatives Urlaubsland entdeckt.
    Irgendwann kam Linde an, dass sie sich dort verliebt hätte und wir haben die Verlobung sogar in unserer Stammkneipe gefeiert. Na ja, ihr Bräutgam sprach nur Englisch und es war eine wirkliche Barriere, auch von seiner Seite war sie deutlich sichtbar. Es zeigte sich, dass er furchtbar eifersüchtig war und es ihm ein Graus war, dass wir Linde umarmten und herzten, so wie man es bei uns unter Freunden einfach macht!
    Die Trauung selbst sollte dann in Kenia stattfinden, ab diesem Tag hat keiner unserer Chlique mehr was von Linde gehört. Bis dann die Meldung ihrer Eltern kam, dass sie schon seit vier Monaten kein Lebenszeichen mehr von Linde erhalten haben.
    Es dauerte noch ein Jahr, als wir informiert wurden darüber, dass Linde in Nairobi bewustlos aufgefunden wurde, mitten auf der Straße liegend, ohne Papiere lag sie fast sterbend unter Drogen gesetzt da. Es wurde sogar Seitens der Behörden behauptet, dass Linde Drogenabhängig gewesen sei und es ein ganz natürlicher Vorgang gewesen wäre, keine sonstigen Untersuchungen anzustreben.
    Wie uns die Eltern erzählten, wurde in dieser kurzen Zeit sämtliche ihrer Konten geplündert, die Eigentumswohnung in der Schweiz verkauft und von Seiten der afrikanischen Behörden, wäre es nicht mehr nachvollziehbar, wo das Geld schlussendlich gelandet wäre.
    Linde war dann über ein Jahr in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht, danach hat sie sich abgesetzt, niemand hat mehr etwas von ihr gehört.

    Und genau solche Geschichten erzählen mir meine Postkarten aus fernen Ländern!

    Alles liebe euch und der Artikelschreiberin in Tansania, wünsche ich persönlich, eher ein „zurück zu den Wurzeln“, dann muss man auch nicht mehr nach fremdem Wurzeln suchen, weil das gute liegt so nah!

    herzlichst von Bettina

    Reply
  3. 1

    Anti-Illuminat

    Letztendlich können wir da auch nur abwarten. In dem Winter hat die Propaganda noch Oberwasser.

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