lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

Nachrichten-Hintergründe-Informationen-Zusammenhänge, die man bei "WIKILEAKS" nicht findet…..

Posts Tagged ‘Frauen an der Front’

“Blitzmädchen” Frauen und ihre Kriegsgeschichte als Wehrmachtshelferin

Posted by Maria Lourdes - 12/09/2011

Geschichte, zumal die der Kriege, wird meist als Geschichte der Männer erzählt. Die Helden sind Soldaten und Generäle, Väter und Brüder, Widerstandskämpfer und Politiker. Wer aber fragt Frauen nach ihrer Kriegsgeschichte? Wehrmachthelferin oder „Wehrmachtshelferin“ war die Bezeichnung für Mädchen und junge Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges Dienst bei der deutschen Wehrmacht taten. Soldaten nannten diese Frauen auch “Blitzmädchen”. Erstveröffentlichung bei Weltkrieg.cc

Über sechzig Jahre herrschte sowohl bei den Überlebenden als auch in der Forschung Schweigen über den Einsatz von einer halben Million Frauen, die im Gefolge der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg zogen. Rosemarie Killius hat auf diesen bisher vernachlässigten Aspekt der Militärgeschichte aufmerksam gemacht: Der Historikerin gelingt es, die Frauen zum Sprechen zu bringen, bewegende Schicksale, aber auch bisher verdrängte Erinnerungen werden sichtbar. Die unterschiedlichen Schilderungen verraten viel über den Alltag an der Front, den Befindlichkeiten in einer männlich dominierten Umgebung. Die Mehrzahl der Frauen erlitt den Krieg nicht passiv, sondern fühlte sich für ihr Tun auch ganz bewusst verantwortlich.

Schau mal, da sind die Mädchen in Uniform, das sieht doch schick aus, da hast Du Gelegenheit, ins Ausland zu kommen… Eine Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht und mir Bilder aus einer Illustrierten gezeigt. Ja, die Uniform bei der Wehrmacht sah gut aus und erst mit dem Schiffchen! Und mit dem Blitz, das gefiel mir besonders. Das waren ja die Blitzmädchen. Und es gelang mir, mich dienstverpflichten zu lassen. Ich hatte die Möglichkeit, Funkerin, Telefonistin oder Fernschreiberin bei der Wehrmacht zu werden. So meldete ich mich als Fernschreiberin, weil mir das am interessantesten erschien. Ja, richtig, es war Krieg, aber der stand ganz im Hintergrund.

Da war mehr dieses Abenteuer, das mich lockte. Gerda R. sitzt mir in ihrem hellen Wohnzimmer gegenüber. Sie ist weißhaarig und 85. Wenn von »damals« die Rede ist, spricht sie sehr bestimmt und selbstbewusst – damals, das heißt im Zweiten Weltkrieg. Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion lief auf vollen Touren. Frankreich war besetzt und die sechste Armee auf dem Weg nach Stalingrad. Gerda R. war 22 Jahre jung und arbeitete bei der Sparkasse ihres Heimatorts in Ostpreußen. Dort war nichts los, nur Eintönigkeit tagein, tagaus. Die junge Frau aber hatte Fernweh, wollte die Welt sehen, etwas erleben – mitten im Krieg. Waren das die Motive jener halben Million junger deutscher Frauen, auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen Europas, sogar in Frontnähe, als Nichtkombattantinnen Dienst zu tun? Oder handelte es sich hier um fanatische Parteigenossinnen? Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Krisen+Kriege, Uncategorized | Getaggt mit: , , , , , , , , , , , , , , , | 17 Comments »

 
%d Bloggern gefällt das: