lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

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Der eingefleischte Kapitalist wird aufschreien: „Das ist eine Kriegserklärung!“

Posted by Maria Lourdes - 06/10/2013

Die ruhige Antwort wird sein: „Nein, es ist die Wahrheit. Es ist diese wirtschaftliche Wahrheit, die diesen Krieg endgültig beendet.“

Zinswender: Von der strukturellen Integrität des ROTHSCHILD-Kapitalismus. Ein Plagiat über die alltägliche Sklaverei, gestern – heute – morgen. Ein Artikel unseres Kommentarschreiber nemo vult. Erstveröffentlicht bei nlvaadlv. Mein Dank, sagt Maria Lourdes!

Für immer? Immer wieder neu? – Nein, morgen nicht mehr!

stopp-300„Der Zins muß fließen!“ Die Nebensache wird zur Hauptsache. Kapital heißt die Eigenschaft Zins einzutragen. Die im Folgenden dargestellten Zusammenhänge sind für den der sie begreift erschreckend einfach. Sie sind ausführlich an anderen Stellen beschrieben. Mir geht es hier um den Kern der Sache, den Keim aus dem eine lebendige Säule wachsen wird, anstelle eines Tempels. Wer kennt sie nicht die wenigen Zitate die Mitgliedern der Familie Rothschild (alias Bauer) zugeschrieben werden? Diese induzierten Lehrsätze werden sich mit dem Verständnis des Folgenden in Wohlgefallen auflösen.

Tatsache aus Sicht der Zinsnehmer ist: „Die Wirtschaft rentiert sich nicht mehr!“ Das ist ein sehr gefährlicher Zustand, aber auch eine Chance. Allein die enttäuschende Wahrheit wird uns zum Wohle aller von den daraus entstehenden Prozessen befreien. 

Das Thema heißt Volkswirtschaft. So wie das Bargeld Herrscher aller Waren ist, so ist die Volkswirtschaft Herrscherin aller Gesellschaftswissenschaft. Benjamin Franklin wird der Satz „Zeit ist Geld!“ zugeschrieben. Er stimmt nicht! Zeit vergeht, genauso ist jede andere Ware, außer dem Bargeld, vergänglich. Sowie das Bargeld die ultimative Ware ist, so ist das Lebendige ewig, und nichts ist wichtiger als das LEBEN. Wer den Satz von Franklin annimmt hat sich schon der Diktatur des Kapitals ergeben. Betrachtet die Welt mit den staunenden Augen eines Kindes!
„Zeit ist Zinsverlust, Zeit ist Risiko, Zeit ist verderblich für die Waren.“ Das meinte er wirklich. „Wenn ich nicht heute dieses Geschäft mache, wird ein anderer es tun und mich mit dem Gewinn verdrängen können.“ Alles betriebswirtschaftliche Handeln im Kapitalismus beginnt hier. Erst daraus folgen: die Umsatzsicherung, Risikovermeidung, Liquiditätssicherung. Wo Angst herrscht, wie soll da Volkswirtschaft entstehen können?

„Heute, unter der Herrschaft der Monopole, widerstreitet die Betätigung des Eigennutzes oft genug dem gemeinen Wohl. Daher die gut gemeinten Ratschläge der Moralisten und Ethiker, den Eigennutz zu bekämpfen. Sie haben nicht begriffen, dass der Eigennutz an und für sich durchaus am Platze ist, und dass es nur einige rein technische Mängel unserer Wirtschaft sind, derentwegen der Eigennutz so häufig zu Ungerechtigkeiten führt. In einer monopolbefreiten Wirtschaft hingegen, in der es nur eine Art des Einkommens, den Lohn, geben wird, laufen Eigennutz und Gemeinnutz dauernd parallel. Je mehr die Einzelnen dann, ihrem Eigennutz gehorchend, arbeiten, umso besser werden sie den Interessen der Allgemeinheit dienen.

Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen.

Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.“
„Geld bringt Zinsen“, lautet eine sehr einfache Weisheit; aber sie genügt, um dem, der über eine gewisse Geldsumme verfügt, ein Leben ohne Arbeit auf Kosten anderer zu verschaffen. Und solange das Geld sich als Spar- und Schatzmittel besser eignet, als alle anderen Dinge, so lange wird es sich diese Überlegenheit, diese Ausnahmestellung nutzbar machen und nur unter der Bedingung des Zinses seinen Zweck den Austausch von Waren erfüllen.

Wie so oft, ist der Volksmund der wissenschaftlichen Erkenntnis vorausgeeilt: „Geld regiert die Welt“ ist ein gebräuchliches Sprichwort unserer Zeit geworden, und man will dadurch die große Macht und Bedeutung des Geldes zum Ausdruck bringen. Und doch stößt man bei Unkundigen immer wieder auf Zweifel. Der naive Verstand sträubt sich zunächst dagegen, die Herrscherstellung des Geldes nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch mit Bezugnahme auf unsere gesamte Kulturgestaltung, anzuerkennen. Sicher, wenn wir diese Zettel in der Hand halten, so fühlen wir uns als Herren und können nach Belieben mit ihnen schalten und walten – wohl verstanden, wenn wir sie im Besitz haben. Ganz anders aber gestaltet sich die Sache, wenn sie uns fehlen; nicht nur, dass unser Selbstbewusstsein sofort erheblich herabgemindert wird, auch unsere lieben Mitmenschen sehen niemanden für voll an, von dem sie nur im geringsten ahnen, dass er nicht über ein gewisses Quantum dieser Zettel verfügt, mag er sonst auch der ehrenhafteste und wertvollste Mensch sein. Er ist in allem seinem Tun und Lassen, in allen seinen Unternehmungen gehemmt und beschränkt, sobald ihm das nötige Geld fehlt.

Wie es aber dem Einzelnen hinsichtlich des Geldes ergeht, so ergeht es auch ganzen Völkern. Um die Macht und den ungeheuren Einfluss des Geldwesens auf die jeweilige Kulturgestaltung zu verstehen, müssen wir bedenken, dass das Geld die Voraussetzung der Arbeitsteilung und somit auch unserer Technik und des sozialen Gefüges ist. Die so hochentwickelte Arbeitsteilung beruht eben nur auf der Austauschmöglichkeit der Waren. Und diesen millionenfach verschlungenen Austausch vermittelt einzig und allein das Geld! In der Subsistenzwirtschaft, wo jedermann alle Dinge, die er für sein Leben gebrauchte, selbst herstellte und auch selbst verbrauchte, bedurfte es keines Geldes.
Die gewaltige Bedeutung des Geldes liegt im Wesen der Arbeitsteilung begründet. Die Arbeitsteilung unterscheidet sich von der Subsistenzwirtschaft vor allem dadurch, dass sie Ware hervorbringt, die eigens für den Austausch erzeugt werden, ihren Herstellern selbst aber in der Regel nutzlos sind. Die Waren, welche durch die Arbeitsteilung hervorgebracht werden, dienen also den Produzenten nur als Mittel, um sich durch Austausch in den Besitz anderer Waren zu bringen, die sie zum Leben gebrauchen, aber selbst nicht herstellen können.

Die Arbeitsteilung beruht vor allem auf der Austauschmöglichkeit all der unendlich verschiedenen Waren, dass aber alle diese Leistungen und Gegenleistungen nur mit Hilfe des Geldes ausgetauscht, nach Geld bemessen, mit Geld bezahlt werden können. Die Geldsumme, die jeder für seine Teilarbeit, für seine Ware erhält, entscheidet zugleich darüber, wie viel er seinerseits auf dem Markt des Landes an Waren verlangen kann – also über „Mein und Dein“. Das Geld ist demnach nicht nur das unentbehrliche Tauschmittel, sondern, soweit es durch die Währung zugleich die Grenzen von „Mein und Dein“ schützt, auch ein zuverlässiger Maßstab für die Güterverteilung auf der Grundlage des Privateigentums. Ohne das Geld wäre es einfach unmöglich, die millionenfach verschiedenen Waren, die bis ins kleinste gehende Teilarbeit, die teils unwägbaren und unmessbaren Leistungen untereinander abzuschätzen und miteinander auszutauschen.

Würde das Geld diese seine Aufgabe der Güterherstellung, des Güteraustausches und zugleich die der Güterverteilung immer in befriedigender Weise erfüllen, so wäre es die vorzüglichste Einrichtung und über alle Kritik erhaben. Erfüllt das Geld seine Aufgabe in zuverlässiger Weise, d. h. vermittelt es ununterbrochen, gleichmäßig und unter allen Umständen den Austausch der Waren und entscheidet es wirklich einwandfrei über „Mein“ und „Dein“, über „Soll“ und „Haben“, also über die Güterverteilung?

Der Preis tritt bei dieser Untersuchung an die Stelle des so genannten Wertes, der also niemals als feste „innere“ Eigenschaft dem Geld oder der Ware innewohnt. Im Preis aber drückt sich immer nur ein Verhältnis aus, und zwar das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zwischen Geld und Ware. Der Preis ist das einzige Reale, das Wirkliche, worauf es ankommt, womit wir wirtschaftlich zu rechnen haben. Preise müssen wir bezahlen und Preise können wir erzielen. Was man auch aus den Umschreibungen der Wert-Theoretiker heraus als „Wert“ aufzufassen versuchen mag – es wird durch die tatsächlichen Preise, wie sie sich aus Angebot und Nachfrage ergeben, illusorisch und überflüssig gemacht; selbst im Falle seiner Realität könnte der „Wert“ immer nur im Preis mit einbegriffen sein!

Karl Marx meint mit dem so genannten „Mehrwert“ lediglich den vom arbeitslosen Einkommen befreiten Preis. Wenn alle Preise nur aus Löhnen bestehen, ist das Problem gelöst, mit dem Marx sich vergeblich abmühte.

Das natürliche Gesetz der Wirtschaft ist der Austausch materieller und intellektueller Güter und Leistungen. Dieser volkswirtschaftliche Warenaustausch hat aber zur Voraussetzung das Angebot und die Nachfrage, d. h. die auszutauschenden Güter müssen sich anbieten und das Geld muss die Nachfrage für sie vertreten und ihren Austausch vermitteln. Verschiebt sich nun aus irgendeinem Grund das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, so verschieben sich natürlich auch die Preise entsprechend. Wird z. B. die Nachfrage nach Waren (also das Geldangebot) größer, so werden die Warenpreise steigen, und die Kaufkraft des Geldes (also der mit Waren gemessene Preis des Geldes) wird entsprechend sinken. Wird umgekehrt das Geldangebot, d. h. die Nachfrage nach Waren kleiner, so sinken die Warenpreise und der Preis (also die Kaufkraft) des Geldes steigt. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt also immer den Preis.
Sind aber Angebot und Nachfrage auf beiden Seiten dauernd gleich, so ergeben sich aus diesem Verhältnis auch feste Preise, worauf ja die Währung hinzielt. Ein dauernd festes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist also die Voraussetzung jeder zuverlässigen, wirklichen Währung, d. h. die Preise sollen „währen“. Und die Vorbedingung für dieses dauernd feste Verhältnis besteht wiederum in dem volkswirtschaftlichen Gleichgewicht zwischen Ware und Geld, also in einem gleichgroßen und gleichstarken Angebotsdrang dieser beiden Faktoren. Diese scheinbare Gleichgewicht ist natürlich dynamisch. Sobald die gegenläufigen Strömungen sich nicht frei ausregeln können entstehen Stauungen. Nicht in der Stauungen, in der Zurückhaltung und der Anhäufung auf einer oder der anderen Seite, liegt aber das Heil der Arbeit und der Wirtschaft, sondern im allseitigen Angebot und allseitiger Nachfrage – im glatten Austausch – in der Zirkulation!

Auf dem Markt vertritt Ware notgedrungen stets in stärkerem Maße das Angebot, als das Geld sich anbietet. Wir haben uns an die jahrtausende alte Regel gewöhnt, dass das Angebot von Waren und Arbeitskräften stets dringender und größer ist, als das Angebot von Geld. Auch das Geld bietet sich zwar an, indem es seinerseits Nachfrage nach Waren und Arbeitskräften hält, soweit dies die persönlichen Bedürfnisse der Geldbesitzer erfordern. Aber ein volkswirtschaftliches Geldangebot, d. h. ein Geldangebot, welches aus dem Umlauf und der Anlage ersparter Überschüsse besteht, findet überhaupt nur unter ganz bestimmten Bedingungen statt.

Alle Waren unterliegen naturgemäß einem Angebots-Zwang, also dem natürlichen Gesetz des Austausches, dem sie sich wohl gelegentlich auf kurze Zeit, nie aber dauernd entziehen können. Die Waren und alle sonstigen Produkte der menschlichen Arbeit verderben, veralten, bedürfen fortwährend allerlei weiterer Aufwendungen und müssen daher zur Vermeidung von Verlusten und Kosten aller Art seitens ihrer Besitzer beständig dem Markt, dem Austausch gegen Geld, zur Verfügung gestellt werden. Ebenso muss jeder Arbeiter – egal, ob er mit der Hand oder mit dem Kopf arbeitet – seine Arbeitskraft und seine Leistungen täglich und stündlich anbieten; wer das nicht tut, erleidet einen entsprechenden Verlust.

Nicht so das Geld!

Das Geld besitzt, im Gegensatz zu allen anderen Waren, mit denen es in Austausch zu treten, deren Austausch es zu vermitteln hat, gewisse Vorzüge, die seinem volkswirtschaftlichen Umlauf und damit seinem Angebot geradezu entgegenwirken.
Das Geld ist dem Zahn der Zeit entrückt und hat auch sonst noch soviel Vorzüge, dass von einem volkswirtschaftlichen Angebotszwang beim Geld keine Rede sein kann. (Ich erinnere hier daran, dass es sich beim „volkswirtschaftlichen Geldangebot“ nicht um das für den täglichen Verbrauch bestimmte Geld der Konsumenten handelt, sondern um die kaufmännisch und kapitalistisch angelegten Geldüberschüsse und Ersparnisse (Finanzkapital), von deren volkswirtschaftlicher Zirkulation es aber abhängt, ob die Taschen all der kleinen Konsumenten leer oder gefüllt sind. Auch hier – wie überall in der Welt – beherrscht das Große das Kleinere, der große Geldumlauf der Kapitalisten den kleineren der Arbeiter und Konsumenten.)

Das Geld lässt sich selbst in großen Mengen leicht transportieren und aufbewahren, es verdirbt nicht, wird nicht unmodern, rostet nicht, braucht keine großen Lagerräume usw. Außerdem behält das Geld, zwischen den Währungsreformen, auch eine immergleiche gesetzliche Zahlkraft (nicht zu verwechseln mit Kaufkraft), d. h., man kann jede eingegangene Verbindlichkeit (Schulden, Pacht, Miete, Gehalt, Wechsel, Hypotheken usw.), die z. B. laut schriftlicher Vereinbarung 1000 Einheiten nominell beträgt, auch mit der nominellen Geldsumme selbst nach langer Zeit „bezahlen“, was man mit einem entsprechenden Quantum aufgespeicherter Waren nicht könnte.

Wer das Geld in der Hand hat, weiß immer, dass er damit jederzeit seinen Verbindlichkeiten in voller Höhe des nominellen Geldbetrages, der ihm zur Verfügung stellt, nachkommen kann. Er ist gegenüber dem Warenbesitzer, der seine Waren erst zu Geld machen muss und nicht weiß, wann und zu welchem Preis ihm dies gelingen wird, ganz entschieden im Vorteil. Geld ausgeben kann bekanntlich jeder Dummkopf, nicht aber Geld erwerben.

Obwohl also auch das Geld den Einflüssen des Marktes unterliegt und sein Preis schwankt, was auf einer Veränderung seiner Menge, seiner Umlaufgeschwindigkeit, wie auch auf vermehrtem oder vermindertem Warenangebot beruhen kann, ist die Möglichkeit von Nachteilen und Verlusten jedoch für den Geldinhaber nie so groß, wie für den Warenbesitzer.

Ein besonders wichtiger Vorzug des Geldes liegt aber in seiner allgemeinen gesetzlichen und volkswirtschaftlichen Anerkennung als Tausch- und Zahlungsmittel, wodurch es – obwohl selbst ein Arbeitsprodukt, eine Ware – eben zu „Geld“ wird. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Ware, kann man mit der Überware „Geld“ unmittelbar, also direkt, alle anderen Waren kaufen, also sowohl Bedürfnisse befriedigen, als auch Verpflichtungen damit erfüllen, was mit keiner anderen Ware möglich ist. Biete ich z. B. zwecks Befriedigung meiner Bedürfnisse unter Umgehung des Geldes eine Ware an, so wird es die Regel sein, dass der Besitzer derjenigen Dinge, die ich gerade nötig gebrauche, seinerseits durchaus keinen augenblicklichen oder keinen so großen Bedarf an den von mir angebotenen Waren hat.

Biete ich jedoch Geld an, so weiß mein Partner, dass er sich damit jederzeit alles beschaffen kann, dessen er seinerseits bedarf, und er wird mir seine eigenen Waren gern und willig überlassen. Das Geld ist also, wie wir gesehen haben, eine Universal-Ware, und noch dazu eine solche von unbegrenzter Dauerhaftigkeit, für die es nie an Abnehmern fehlt; was zur Folge hat, dass es nicht über den unmittelbaren persönlichen Warenverbrauch seines Besitzers hinaus angeboten zu werden braucht. Auf diese Weise ist es erklärlich, dass das Angebot von Waren und Arbeitsleistungen immer stärker und dringender ist, als das Angebot von Geld.

Mit unserem herkömmlichen Geld, welches den Waren gegenüber infolge seiner Vorzüge mit einem erdrückenden Übergewicht ausgestattet ist, lässt sich weder eine gesicherte Währung noch ein dauerndes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erzielen. Das Geld – soweit es nicht der Befriedigung der unmittelbaren, persönlichen Bedürfnisse seiner Besitzer dient – kann „warten“; kann warten ohne Schaden zu leiden, bis die dadurch hervorgerufene Stockung des Güteraustausches und der Produktion die Warenbesitzer (Kaufleute, Unternehmer, Fabrikanten) betreffs weiterer Produktion zurückhaltend – und die produktiv Arbeitenden betreffs ihrer Lohnforderungen nachgiebig und „bescheiden“ macht. Und je länger dies „Warten“ andauert, je günstiger gestaltet sich die Position des Wartenden; desto ungünstiger aber die Position desjenigen, der es eilig hat und nicht „warten“ kann.

Mit anderen Worten: Im praktischen Leben hat der Besitzer von ersparten, überschüssigen, also nicht für seinen persönlichen Verbrauch bestimmten Geldmitteln, gegenüber dem Besitzer von Waren (die ja auch nicht dem persönlichen Verbrauch ihres Besitzers dienen), immer den längeren Atem. Da also der Geldbesitz dem Warenbesitz überlegen ist, so hat er dadurch auch die Warenproduzenten (Arbeiter, Angestellte usw.) in seiner Gewalt, die natürlich nur Arbeit finden, wenn die Kaufleute, Unternehmer und Fabrikanten es nicht für geboten erachten, mit ihren Aufträgen und Unternehmungen ebenfalls zu „warten“ und die Produktion einzuschränken oder aufzugeben. Und weil dies so ist, verlangt das Geld, welches sich aus den Ersparnissen des ganzen Volkes in den Händen der Sparkassen und Banken oder durch den Handel in den Händen der Kaufleute und Kapitalisten ansammelt, eine Extra-Entschädigung dafür, dass es nicht „wartet“, sondern sich gnädig der Volkswirtschaft zur Verfügung stellt und sich nicht etwa infolge privater „Schatzbildung“ einfach gänzlich aus dem Verkehr zurückzieht.

Es ist ein volkswirtschaftlicher Fehler, das Tauschmittel begehrenswerter zu gestalten als alle die Dinge sind, deren Austausch es doch dienen soll. Die Folge kann doch nur sein, dass jeder danach strebt, alles in Geld oder Geldforderungen umzuwandeln und möglichst viel von diesem, für die Wirtschaft doch unentbehrlichen Tauschmittel in seinen Besitz zu bringen. Das bedeutet aber im praktischen Leben, dass ein Jeder seinerseits zwar möglichst viel verkaufen, aber möglichst wenig kaufen (also Geld „ersparen“) will. Es wird immer das Bestreben bestehen, das gesamte eigene Arbeitsprodukt oder den gesamten eigenen Warenbestand zu verkaufen, dagegen nur einen Teil des Gelderlöses für die Arbeitsprodukte und Leistungen der anderen auszugeben, das Warenangebot immer größer als das Geldangebot, wenn die ersparten Gelder nicht auf irgendeine Weise wieder in Umlauf gesetzt werden.

Dieses Missverhältnis zwischen Geldangebot und Warenangebot bewirkt, dass die das Geldangebot übersteigenden Waren entweder unverkäuflich sind, oder mit Schaden verkauft werden müssen, oder aber in Zukunft gar nicht produziert werden dürfen. Das Geld kann also dadurch, dass es sein volkswirtschaftliches Angebot zurückhält, sowohl den Handel als auch die Produktion unterbinden und hat somit die Macht, die ganze Volkswirtschaft zu erdrosseln, die Existenz von Millionen Menschen unmöglich zu machen.
Angesichts dieser Macht des Geldes gibt es für die Volkswirtschaft außer der Rückkehr zum Tauschhandel nur den Ausweg, das ersparte Geld durch die vorhin erwähnte „Extra-Entschädigung“ wieder in den Verkehr zu locken.

Und diese „Extra-Entschädigung“, dieser regelrechte Tribut, den das Geld als Bedingung dafür stellt, dass es überhaupt, über den persönlichen Verbrauch seiner jeweiligen Besitzer hinaus, umläuft, d. h. nach den für Sparzwecke und als Schatzmittel qualitativ immer „minderwertigen“ Waren und sonstigen Gütern Nachfrage hält, ihre Herstellung erlaubt und ihren Austausch auf dem Wege des Handels vermittelt, ist der Zins.

  • „Keinen Zins – kein Geld“, heißt es bei den Geldbesitzern und Geldbeherrschern im ganzen weltumspannenden Bereich des modernen Kapitalismus.
  • „Kein Geld – keine Nachfrage – kein Absatz – kein Handel – keine Aufträge – keine Produktion – keine Arbeitsgelegenheit“, – bedeutet dies für die Volkswirtschaft.

Also Arbeitslosigkeit, Hunger, Not, Entvölkerung sind die Folgen einer Verweigerung des volkswirtschaftlichen Geldumlaufs. Und dass die Beschaffenheit des Geldes seinen Besitzern und Beherrschern eine derartige, willkürliche Verweigerung ermöglicht, dass seine Beschaffenheit es zum Spar- und Schatzmittel geeigneter macht, als die Waren und alle sonstigen Arbeitsprodukte es sind, darauf beruht die Übermacht des Geldes in der Volkswirtschaft und somit seine Kapital-Eigenschaft. Und weil das Geld diese seine Eigenschaft auf alle anderen volkswirtschaftlichen Güter überträgt, weil es die Ursache ist, dass auch sie Zins abwerfen und somit Kapital sind, ist das Geld als das Ur-Kapital.
Dadurch ist nicht nur eine systematische, immer währende Ausbeutung der Arbeit durch den Besitz ermöglicht, sondern auch die volle Entfaltung und Betätigung der Schaffenden wird dauernd verhindert, um des Zinses willen. Damit das mühe- und arbeitslose Einkommen nicht Schaden leidet, wird die ganze Wirtschaft dauernd geschädigt. Die Übermacht des Geldes, die sich im „Zins“ ausdrückt, ist die Ursache dafür, dass die Reichen ohne eigenes Verdienst immer reicher werden – und die Armen ohne Schuld immer arm bleiben, dass die Arbeiter dazu verurteilt sind, ewig armselige Proletarier zu sein.

Bei oberflächlicher Betrachtung des Geldwesens könnte es leicht so scheinen, als ob die Menge des vorhandenen Bargeldes im Verhältnis zu dem riesigen Organismus der Finanzwirtschaft doch wohl viel zu gering ist, um so gewaltige Wirkungen hervorzubringen, wie es hier dargelegt wird. Man denkt dabei 180° falsch, wenn man in den Geldsurrogaten (Wechsel, Schecks, Kreditbriefe) sowie in der beständigen Zunahme des Kredites und der bargeldlosen Verrechnungsweise (Clearing und Girokonten) eine ebensogroße Abschwächung der Macht und Bedeutung des baren Geldes erblickt.

Die Einrichtung all dieser „Erleichterungen“ des Zahlungsverkehrs ist erst die Folge der Erschwerung, die das überlieferte Geldwesen der Wirtschaft bereitet; sie ist außerdem nur ermöglicht und aufgebaut auf dem Vorhandensein und dem Umlauf des baren Geldes. Zieht sich das bare Geld zurück, stockt sein Umlauf, so verlieren auch alle jene Einrichtungen und Erleichterungen ihr Fundament, ihre Sicherheit und versagen gerade dann, wenn sie am nötigsten wären. Alle Kredite, Guthaben, Wechsel, Schecks, Verrechnungen und dergleichen sind ja – trotzdem sie zeitweilig bares Geld ersetzen – letzten Endes nichts weiter, als Geldforderungen, sie lauten sämtlich auf bares Geld, dem „gesetzlichen Zahlmittel“.

Das bare Geld muss also immer erreichbar und greifbar vorhanden sein, damit die Geldforderungen nicht „leer“ sind, sondern immer rechtzeitig realisiert werden können. Der ganze Aufbau an Krediten, Stundungen, Wertpapieren, Staatsschulden, Hypotheken, Wechseln, Geldsurrogaten und Verrechnungskonten, ja – einschließlich der realen Güter -, der sich auf der Zentralbank-Geldmenge erhebt, gleicht einer auf die Spitze gestellten Pyramide! Je größer der Bau ist, der sich auf dem kleinen Fundament erhebt, umso größer ist die Wirkung der geringsten Verschiebung dieser kleinen Grundfläche, um so gefährlicher sind alle Vorgänge, die das bare Geld betreffen, für die Volkswirtschaft; um so wichtiger das Fundament.

Indem wir erkennen, das „die da oben“ nicht alle aus bösem Willen handeln, sondern mehrheitlich gar nicht wissen, was sie tun, indem wir erkennen, das es unsere Aufgabe ist, jenen, die nicht wissen was sie tun, zu erklären, was sie tun, und diejenigen zu erkennen, die Wissen was sie getan haben, dienen wir der Wahrheit volkswirtschaftlich!

Ich wünsche es, das die Volkwirtschaft einmal ihren angemessen Platz in der Gesellschaft annimmt, als eine Nebensächlichkeit. Wenn Wissen und Schönheit und das LEBEN Hauptsachen sind. Die Befreiung von der Materie beginnt mit der Arbeit in der Materie.

Begriffsklärung:

  • ROTHSCHILD – die sich seit dem 18.Jhd. entwickelnde globale Diktatur des Finanzkapitalismus als aktuelle Ausprägung der halbwegs zivilisierten Menschheit in Form der historisch bekannten Hochkulturen und Imperien
  • Kapitalist – Besitzer von Kapital, erwirbt exclusive Vorteile aus fremder oder gemeinschaftlicher Leistung
  • Krieg – Wettstreit der Kapitalisten um Erhalt und Erhöhung von Kapitaleinkommen
  • Rentier – s.Kapitalist
  • Ware – mit einem Preis versehendes Gut oder Leistung
  • Volkswirtschaft – Wirtschaft bei der der eigene Nutzen gleichzeitig allen nutzt.
  • LEBEN – individuelle Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Daseins.
  • Liquiditätssicherung – Investition in Kapitalansprüche, Finanzkapital und Derivate
  • Proletarier – Besitzlose

Linkverweise Maria Lourdes:

Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft – Feder, Gottfried. Diese Schrift erschien 1919, als sich die erste Ernüchterung unter der Arbeiterschaft nach der Revolution einstellte. Ein Klassiker der modernen Zinskritik. hier weiter

Geld ohne Zinsen und Inflation »Es gibt keinen heimtückischeren und sichereren Weg, das Fundament der Gesellschaft zu zerstören, als ihre Währungen zu entwerten«, schreibt George Orwell in »1984«, und genau das ist es, was unser modernes Geldsystem durch Zinsen und Inflation bewirkt. Margrit Kennedy räumt auf mit unseren Missverständnissen in Bezug auf das Geld. Sie beschreibt die Funktionsweise des Geldes und des Zinses und erklärt, warum das Geldsystem die Welt nicht nur in »Schwung hält«, sondern dabei immer wieder zerstörerische Krisen und Kriege verursacht. hier weiter

Bartern wird Trumpf – Wir werden Kaffee, Zucker, Zigaretten, Schnaps, Mehl, Bienenhonig als Zahlmittel benötigen. Zusätzlich werden reichlich handwerkliche Fertigkeiten gefragt sein – Dienstleistungen, für die sich Dinge des täglichen Bedarfs eintauschen lassen. Bartern ist die älteste Form des Handels.Nehmen wir unser Schicksal in die Hand. hier weiter

38 Antworten to “Der eingefleischte Kapitalist wird aufschreien: „Das ist eine Kriegserklärung!“”

  1. nemo vult said

    Sehr gut, Maria Lourdes, meinen Dank.

    https://lupocattivoblog.com/2010/03/15/ent-schlusselt-50-die-verborgene-weltdiktatur-des-rothschild-imperiums/

  2. regulus13 said

    Hat dies auf waltraudblog rebloggt.

  3. thomram said

    @maria sowie als auch an nemo
    Ihr sprecht gegenseitig Dank aus, hübsch das. Was ich nicht versteh: Wer hat nun den Artikel geschrieben? Die Einleitung lässt verlauten, Nemo.

    Wohl Nemo hat geschrieben und Maria gegenlesend verbessert?

    Nicht so wichtig.
    Ich bin mal wieder überwältigt von der Denkfähigkeit eines anderen Menschen. Das ist 1:1 so gemeint, wie es da steht. Also dir/euch Dank.

    Dette Dingn setz ich in mit Freuden in http://bumibahagia.com

    Den einen Satz kann ich kaum verdauen:

    „Karl Marx meint mit dem so genannten „Mehrwert“ lediglich den vom arbeitslosen Einkommen befreiten Preis.“

    Denk denk.
    Willst du mit „arbeitslosem Einkommen“ sagen: „Einkommen ohne Arbeitsleistung“?
    Willst du also sagen: Es gibt Preise, welche zusammengesetzt aus Warenwert plus Arbeitswert plus ungerechtfertigt zusätzlich abgezweigtem Geld (=bei Marx „Mehrwert“) bestehen???

    Nemo, hab ich s doch verstanden? Wenn nicht, bitte hilf.
    Ansonsten ist dein Schreiben mit meiner Denk – Imput – Schnittstelle kompatibel 🙂

    • nemo vult said

      im Absatz darüber.
      Wert=Illusion; Preis=Realität

      kurz und ungenau:
      Warenpreis
      =
      Arbeitspreis
      +Rohstoffpreis
      +Vermarktungspreis
      (+Eigenkapitalpreis
      +Fremdkapitalpreis)

      (x)größtenteils arbeitsloses Einkommen;

      Aller preis gebührt Gott.

      Das Geld hat nur seine Zirkulationsbahn und damit sowohl seinen Machtbereich als auch sein Zinsgebiet erweitert, im Übrigen bleibt seine Macht auch dem sogen. „Real-Kapital“ gegenüber unvermindert bestehen. Der Zins der Dinge, die man als Real-Kapital bezeichnet, beruht nur auf der Macht des Geldes, die ihnen die Vorbedingung für die Verzinsung schafft. Dieser Zins fällt deshalb immer an das Geld, also an den Geldgeber zurück; er ist demnach überhaupt nur ein Geldzins, der mit Hilfe der Güter erhoben wird. Diese Güter selbst sind an sich nur Arbeitsprodukte wie alle anderen und könnten, da sie beliebig vermehrbar sind, aus eigener Kraft keinen Zins erheben.

  4. neuesdeutschesreich said

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

  5. Eisenmeister said

    Hallo an Alle, die das Denken nicht verlernt haben!
    Das Schuld-Geldsystem ist die Grundlage für unsere Situation in der Welt, die vielzuviele Hässlichkeiten (angefangen bei Armut bis Krieg!) aufweist.
    Wenn die Menschen erkennen, das nur durch Freiwirtschaft alle wirtschaftlichen Probleme sich von selbst auflösen, ist der Durchbruch geschafft und eine wirklich menschliche Revolution vollbracht!
    Lasst uns alle gemeinsam daran arbeiten und ein Netzwerk herstellen!
    In Deutschland gibt es einen Freiwirtschaftsbund. http://www.freiwirte.de

    • Wolfgang Rosner said

      Mit der Gesell’schen Freiweirterei habe ich so meine Probleme.

      Freigeld ließe sich ja noch gut organisieren, aber Freiland scheitert leider an der physischen Begrenztheit unseres Planeten.

      Stattdessen organsiert sich unsere Gesellschaft nun autoparasitär:
      Statt gegen die natürlichen Elemente zu kämpfen und dort Ertrag und Wertschöpfung zu erarbeiten, werden die Mitmenschen als Ressoruce im wahrsten Wortsinne „beackert“.
      Wir haben viel mehr „Kuchenverteiler“ als „Kuchenbacker“.

      Stammleser werden meine grobe Abschätzung dieser autoparasitären Kuchenverteilerei kennen:
      Gesamtengagement ./. 50 % Staatsquote ./. 50 % Marketingquote ./. 50 % Zinsquote
      Ergibt ca 12 % des Gesamtengagements für reale Wertschöpfung.
      Davon nochmal ./. 50 % Abfallquote und ./. 50 % materielle Perversion immaterieller Bedürfnisse (v.a. Status in der Maslow-Pyramide)
      Verbleiben keine 3 % realer Werschöpfung für die Verlustfreie Befriedigung tatsächlicher materieller Bedürfnisse. Die Restlichen 97 % sind Leerlauf. Sie sind dem Ziel geschuldet, die Verteilung der Güter über eine knapp gehaltene und damit preisbehaftete Arbeitskraft zu organisiseren – das Fundament des liberalen Glaubensgebäudes.

      Gesell hat wohl zwei Punkte richtig erkannt:
      – die unbegründete Bevorzugung des Geldes gegenüber realen Waren
      – zunehmenden Nachfragemangel – vor allem nach Arbeitskraft als Schlüssel im Verteilungsprozess – im Lichte steigender Produktivität

      Sein Ansatz, die der Arbeit komplementären Faktoren („Land“) gedanklich unbegrenzt anzunehmen, läuft darauf hinaus, die Arbeit wieder zum knappen Faktor und damit die Verteilung über den Lohn wieder gerecht werden zu lassen.
      Doch selbst wenn es physisch möglich wäre, würde es zu sinnleerer Überprodktion und damit nur zu einer weiteren Ausweitung der Abfall- und Perversionsquoten führen.

      So suche ich denn weiter nach einem sättigungsfähigen Wirstschaftsmodell.
      Angesichts schwindender Hoffnung bin ich nun nach „Iron Mountain“ und Machiavelli’s „Discorsi“ eher auf dem fatalistischen Pfad.

      • nemo vult said

        Bei allem Respekt vor deiner Seite, die mir sehr wichtig ist.

        „Freigeld ließe sich ja noch gut organisieren, aber Freiland scheitert leider an der physischen Begrenztheit unseres Planeten.“
        Hier irrtst Du. Der Planet ist groß genug für mehr Menschen und eine vielfältige Biosphäre, sobald der Filter der Fülle; das Kapital beseitigt ist.

        „- die unbegründete Bevorzugung des Geldes gegenüber realen Waren“
        hier leider auch, Die Bevorzugung ist sehr wohl begründet.

        „- zunehmenden Nachfragemangel – vor allem nach Arbeitskraft als Schlüssel im Verteilungsprozess – im Lichte steigender Produktivität“
        Auch das ist eine Ableitung vom jetzt. Es geht darum es so Einzurichten das die Wirtschaft den Menschen dient, da wird es keinerlei Nachfragemangel geben. Es wird keine sinnleer Produktion geben, warum auch.

        Die inverse Funktion einer exponentiellen Wachstumskurve ist doch eine natürliche Wachstumskurve! Das heist es gibt Sättigung! Das verspricht Freiwirtschaft nicht nur sondern kann es beweisen, wenn man sie ließe (Bedarf eines Staates mit kompetenter Führung)

        • Wolfgang Rosner said

          Es geht darum es so Einzurichten das die Wirtschaft den Menschen dient, da wird es keinerlei Nachfragemangel geben.

          Ein hehres Ziel, mit dem ich gerne übereinstimme.

          Es wird keine sinnleer Produktion geben, warum auch.

          Weil nichts den bisherigen Mechanismus aufhält:
          1) Produktivitätssteigerung
          2) Konzentration der Produktion
          3) Freisetzung von Arbeitskraft
          4) sinkende Löhne
          5) Zusammenbruch der Verteilungsgerechtigkeit

          Mir fällt ein Foto von einer Bauerndemo ein, wo auf einem Transparent stand:
          „Preise zum davonlaufen – aber wohin?“

          Die inverse Funktion einer exponentiellen Wachstumskurve ist doch eine natürliche Wachstumskurve!

          Mathe ist schon eine Weile her, aber ich bin mir recht sicher, daß die Inverse der Exponentialen ein Logarithmus ist. Aber wozu auch die Inverse?

          Meinst Du mit „natürlicher Wachstumskurve“ etwa die „logistische Kurve“?
          -> „Wachstum in Grenzen“

          Die besteht m.W. aus zwei Exponentialen, aber einer davon – der Sättigungsast – ist gespiegelt.
          Das braucht einen eigenen Term, also im zu beschreibenden Prozess einen eigenen, von der Wachstumsdynamik unabhängigen Wirkungsmechanismus, der diese Sättigung bewirkt.

          Das ist es, was ich mit „sättigungsfähiger Wirtschaftsordnung“ meine.

          In Archaischen Gesellschaften war diese Sättigung die Limitation der individuell erzielbaren Arbeitsleistung. Gesell postuliert mit seiner Sparland-Hypothese, daß in der Landwirtschaft eine solche Nische dauerhaft existiere – imho fälschlicherweise, wie weiter unten dargelegt.

          Das heist es gibt Sättigung!

          Die Botschaft hört‘ ich wohl! Allein, mir fehlt der Glaube.

          Das verspricht Freiwirtschaft nicht nur sondern kann es beweisen, wenn man sie ließe

          Ich wäre schon zufrieden, wenn es mir jemand schlüssig dar legen könnte.

          • nemo vult said

            Danke für Deine Antworten. Die Notwendigkeit sich hier kurz fassen verursacht zwangsläufig Ungenauigkeit. Gesell und andere haben mehr als ein Buch geschrieben.

            „Die besteht m.W. aus zwei Exponentialen, aber einer davon – der Sättigungsast – ist gespiegelt.
            Das braucht einen eigenen Term, also im zu beschreibenden Prozess einen eigenen, von der Wachstumsdynamik unabhängigen Wirkungsmechanismus, der diese Sättigung bewirkt.“

            und diesen Wirkungsmechanismus schafft die Freiwirtschaft.

            „Ich wäre schon zufrieden, wenn es mir jemand schlüssig dar legen könnte.“

            Ich werde es versuchen zu Papier zu bringen, kann aber noch dauern, muß mir erst mehr Mathe-Werkzeug beschaffen.

    • nemo vult said

      Schau mal in die orginal Texte von Gesell.

      • Wolfgang Rosner said

        Ich geb zu, ich habs versucht, aber die „natürliche Wirtschaftsordnung“ nach etwa der Hälfte zur Seite geleget.

        Konkret beim seitenweisen Breittreten von „Sparhad“- vs „Sparland“ -Anbau…

        Sorry, aber daß unterschiedliche Produktionsverfahren unterschiedliche Faktorverwertung erzielen, lernt jeder Bauernbub in der Berufsschule. Und zwar wesentlich differnzierter als nur in zwei qualitativen Stufen…

        Vollständig vermisse ich bei Gesell die Rolle der Technologie in der Landwirtschaft.
        Aber vielleich hat man (oer er?) sich das ja zu seiner Zeit noch nicht vorstellen können, daß Maschinen mobil werden (?). Daß damit Faktorverwertungen komplett auf den Kopf gestellt werden, sollte selbst einem Nicht-Landwirt ohne weitere Begründung eingängig sein.
        Oder hat er das einfach mal ignoriert, um seine schöne Theorie nicht kaputt zu machen?

        Der Traum von der Bodenkultur als einer seligen Insel, auf der man mit Sparland-Methoden eine auskömmliche Arbeitszeitverwertung hin kriegt, ist damit leider passe. Ich habe das die letzten 20 Jahre nochmal als Versuch vieler Biobauer-Kollegen gesehen (und über zwei Jahre mit Gemüse auch selber probiert). Inzwischen habe auch ich mich wie die meisten meiner Kollegen wieder spezialisiert und produziere mit relativ hohem Kapitaleinsatz Kartoffeln für mehrere Kleinstädte, die ich in der Schule noch als arbeitsintensive Kultur („Sparland“) gelernt habe.

        Mit dem Wegfall des Sparland-Paradieses bricht aber die Argumentationskette von Gesell in weiten Bereichen ein.

        Ein weiterer wesentlicher Mangel in der Gesell’schen Denke:
        Ich finde keine Economies of scale in der operativen Produktion berücksichtigt. Damit wird implizit der Eindruck erweckt, alle Skaleneffekte und damit alle Konzentrations- und Monopolisierungstendenzen seien auf das Geldsystem zurückzuführen. Natürlich beruhen auf dem Geldsystem direkte Konzentrationsmechanismen (Zinseszins, Portfolio-Subventionierung, Risikostreuung, …) ebenso wie indirekte (alle Machtmechanismen in Markt, Medien, Politik etc).
        Da Deif’l scheisst a’m grouß’n Haf’m (alte böhmische Lebensweisheit und interner Arbeitstitel für die Stoffsammlung meiner Geld-Frisst-Mensch-Seite)

        Aber es gibt eben auch technische Konzentrationskräfte, z. B. Erfahrungskurve, Stückkostendegression, Rentabilitätsschwellen, Forderung der Vermarkter nach einheitlichen Partien etc., die auch zur Konzentration von Produktionseinheiten führen und letztlich die Sparland-Illusion runinieren: Mit zunehmender Technisierung muß für jedes Produkt damit gerechnt werden, daß mechanisierte Großproduzenten auf lange Sicht die arbeitsintensive kleinstrukturierte Produktion unterbieten können. Damit kann das imaginäre Freiland maximal noch für eine arbeitsintensive Selbstversorgung in Notzeiten genutzt werden, nicht jedoch für die Produktion von tauschfähigen Gütern.

        Mit jedem Produkt, daß technisiert wird, werden die früheren „Sparland-Produzenten“ aus diesem Segment verdrängt und drücken bevorzugt in die noch verbleibenden Spaarland-Nischen: Überproduktion, Preisdruck. Keine Theorie, sondern erlebte und beobachtete Praxis.

        Die Konsequenz ist nach meiner Beobachtung eben das Ausweichen der „Anbauaktivitäten“ auf die Gesellschaft mit den allfällig wahrnehmebaran skurrilen Folgen.
        In der Schule haben wir die „Entwicklung “ einer Gesellschaft von der Agrar- über die Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft gelernt. Aber welcher Dienstleister will denn wirklich dienen und und leisten? Wie oft ist nicht die „Diensleistung“ nur Deckmantel für die wirtschaftliche Betätigung zu Lasten der Mitmenschen.

        Bei allem Respekt vor Gesells Freigeld-Idee – ich fürchte, eine Realisierung derselben wird nichts anderes erreichen als ein Anheizen der Autoparasitären Prozesse.

        • Friedland said

          Auf den (bömischen) . gebracht!

          Mein lieber böhmischer Landsmann, meine Hochachtung zu diesem Kommentar!

          Endlich mal jemand, der das Gesell´sche Hirngespinst mit praktischen Beispielen zerreißen vermag!

        • nemo vult said

          Ist sehr gut was Du schreibst. Endllich mal fundierte Kritik! Ich kann heute erstmal nur schreiben, das ich denke, es gibt hier kein Problem, weil die Löhne in der Freiwirtschaft nur steigen können, auch bei Automatisierung. Das ist ja auch das natürliche Ziel des Wirtschaftens, Nutzenmaximierung. Das dabei eine Kompetenzhierarchie entsteht ist, denke ich, sogar richtig. Es ist eine Nullpunktverschiebung, keine Reise nach Jerusalem mehr. Der Beweis folgt!

        • nemo vult said

          http://nlvaadlv.blogspot.de/2013/10/maschinen-kaufen-kein-autos.html

        • Eisenmeister said

          Dann fang mal mit dem 1. band an, und nicht wie die bananenrepubliker mit der 3. strophe. dann klapps auch mit dem verständniss!!!!

    • thomram said

      @alle
      Der Freie Wirtschaftsbund e.V. ist eine Fundgrube.
      http://www.freiwirte.de

  6. vierterweg said

    Tut mir leid, aber den obigen Artikel soll verstehen wer will. Welches Geldsystem ist also die Lösung?
    Hier ein System ohne Geld. „DAS WILDGANSPRINZIP“ unter doktus googeln. Da kann man ein kostenloses Manuskript in Rohfassung herunterladen. Leicht verständlich für natürlich denkende Menschen. Das Geld ist unter allen Geldsystemen ein Riesenbeschiss. Nur Waren und Dienstleistungen sind Werte. Kunstwerke haben unter Umständen auch einen ästhetischen Wert. Alles andere, wie der Tanz um das liebe Geld ist Illusion. Vielleicht kann man Geld auch mit Arbeitszeit decken. Aber da fängt schon wieder das Erbsenzählen und der Beschiss an. Golddeckung ist riskant. Denn diese Deckung stachelt die Gier an. Auch Gold ist nur ein Metall. Die Inkas wussten dies.

    • nemo vult said

      Prinzipiell jedes Geldsystem. Es muss halt nur dafür gesorgt werden das Geld sich auf dem Markt genauso verhalten muss wie Waren, sonst behält es seine Kapitaleigenschaft. Erbsenzählerei, Handel ist doch nicht grundsätzlich ein Beschiss, sondern wird dazu wenn man Geld verwendet das Ur-Kapital ist.

  7. Wolfgang Rosner said

    Was ist eigentlich aus der „guten alten“ Wechselfinanzierung geworden?

    Ein Wechsel ist schließlich nichts anderes als monoplfreie Geldschöpung durch Geschäftspartner, die sich gegenseitig vertrauen – im Gegensatz zum Geldmonopol, in dem die Banken als Monopolträger entscheiden, wer Vertrauenswürdig – credible und damit credit-able – ist.

    Im meiner Ausbildung habe ich das Wechselgeschäft noch gelernt, aber in 30 Jahren Praxis ist mir das keine drei Mal mehr unter gekommen.

    • Ich habe auch noch mit Wechsel gearbeitet, das letzte mal 1993! 20 Jahre!

      Gruss und danke Wolfgang!

    • nemo vult said

      Ich habe mal gelesen im vor-kommunistischen China hat es Jahrtausende lang auf den regionalen Märkten funktioniert. Fei-Lun fliegendes Rad. Minutocash funktioniert nach dem selben Prinzip.

      „Das schlechtere Zahlungsmittel verdrängt das bessere.“ Soll eine Regel sein.

      Monopolfreiheit, das ist der Knackpunkt; Gesells Freigeld und Freiland braucht ein Währungsamt. Also eine staatliche Organisation mit Kompetenz, wie man dahin kommt ist noch offen. Es die alte Frage nach dem „Wer führt?“ Das ist aber eigentlich eine politische/religiöse Frage. Das Kapital hat erfolgreich okkupiert. Ich wollte zeigen warum es das schaffen konnte; 1. durch die Eigenschaften des Geldes. Gibt es weitere? Ich denke alle anderen sind mehr oder weniger historisch, die Eigenschaften des Geldes als Ur-kapital ist entscheidend. Ohne sie war´s das mit der Finanzdiktatur.

    • Christian said

      Es gibt noch Staaten in denen wird der Scheck wie ein Wechsel benutzt ………..also Kredite unter Privatpersonen gegeben.

    • Wolfgang Rosner said

      Wäre wirklich interessant, warum das bei uns „aus der Mode gekommen“ ist.
      Ich hatte die Überlegung mal in einem Bankgespräch erwähnt – mit dem Ergebnis, daß ein erbetener Betriebsmittelkredit samt großzügigem Kontolimit dann doch recht schnell bewilligt wurde.

      Einerseits verständlich, weil die Bank damit mehr verdient als beim Wechsel.

      Andererseits ist der Wechsel auch nicht ganz ohne. Als typischer Unternehmer, bis an die Kante fremdfinanziert, um im harten Kampf zu bestehen, überlegt man sich das schon gut. Mit einer Bank kann man reden, wenn die Dinge sich nicht ganz so entwickeln, aber mit einer Kette Wechselgläubiger eher weniger.

      Eine Alternative wäre noch der Warengutschein. Meine physische Produktion kann ich meist zuverlässiger garantieren als die Monetäre, weil da noch Markt-, Preis- und Inkassorisiko dazu kommen. Ich erinnere mich als Kind an „Brotmarken“, die der Bäcker ausgegeben hatte um damit von den Bauern Getreide zu kaufen. Privatgeldschöpfung par excellence.

      Oder wurden die gesetzlicheln Regeln im Zuge der Euronisierung zur „Entwechselung“ der Wirtschaft geändert?

  8. Kurator said

    Wir haben obiges praktisch verwirklicht als Komplementärwährung zum Euro, machen jetzt bereits etwas über 1.000 Leute mit und ist ganz einfach (ohne Eurokosten sowieso). Hier geht es lang: http://www.rheingoldregio.de

  9. Christian said

    Jeder kann bei sich anfangen.:
    1 Konto im Plus halten
    2 Sachwerte zum Sparen
    3 Keine Kredite nehmen
    4 Bargeld nutzen auch von anderen Staaten
    5 Rechungen in Bar zahlen
    6 Geld immer am 2.vom Konto abheben
    7 Keine Lebensversicherungen usw.

  10. nemo vult said

    https://lupocattivoblog.com/2010/08/01/bernd-knobloch-als-beispiel-eines-rothschild-finanz-leutnants/#comment-27079

    • thomram said

      @Maria
      Einschub.
      Du kennst das Interview mit Erich Priebke?
      Ich verneige mich tief vor diesem Mann.
      Es kommen von den hier diskutierten Begebenheiten der NS Zeit viele Themen zur Sprache, klar, sachlich, ehrlich, unbestechlich.
      Wir alle hier können uns von Erich Priebkes Art der Betrachtungsweise und der Kommunikation mehr als nur eine Scheibe abschneiden.

      Ich möchte, dass dieses Interview breitest bekannt wird und hoffe, dass du es auch in Lupo veröfftlichst.
      🙂
      deutscher-freiheitskampf.com/2013/10/12/erich-priebkes-vermachtnis-gesprach-mit-erich-priebke-ende-juli-2013/

      • nemo vult said

        Warum? Es kann nur Wut und Zorn auslösen, auch wenn es die reine Wahrheit sein sollte. „Ich wiederhole, Antisemitismus bedeutet Haß, wahlloser Haß. Ich habe…, immer den Haß zurückgewiesen. Ich wollte nie hassen, nicht einmal diejenigen, die mich gehaßt haben.“ .

  11. […] Teil einer Antwort auf fundierte Kritik an der Freiwirtschaft. (hier und hier) – verfasst von Kommentarschreiber nemo vult, mein Dank sagt Maria […]

  12. […] Teil einer Antwort auf fundierte Kritik an der Freiwirtschaft. (hier und hier) – verfasst von Kommentarschreiber nemo vult, mein Dank sagt Maria […]

  13. nemo vult said

    Der Autor steckt im Wertnebel, der Artikel ist aber trotzdem lesenswert.

    „…Für den kapitalistischen Betrieb ist Produktion von Gütern nur dann sinnvoll, wenn dabei ein Mehrwert erzielt werden kann. Anders als über die Anwendung von menschlicher, wertproduktiver Arbeit ist das aber nicht möglich. Bei Wert und Mehrwert handelt es sich jedoch um eine abstrakte, nicht-gegenständliche Sache, die auch nicht im Nachhinein stofflich „verteilt“ werden kann. Er vermittelt sich stattdessen „hinter dem Rücken der Akteure“ über die produzierten Waren bzw. deren Äquivalent, das Geld…“
    http://www.hintergrund.de/201310152848/wirtschaft/finanzwelt/phantasien-wartet-auf-die-inflation.html

  14. […] Im letzten Artikel versuchte ich einen ersten Einblick zu geben, wo die Ursachen zu suchen sind, das die soziale Frage immer noch nicht gelöst ist. In den Kommentaren tauchte dann das Wort Freiwirtschaft auf. […]

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